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    Karlburg

    Karlstadts Grüne stellen ihr Programm zur Kommunalwahl vor

    Die Grünen in Karlstadt hatten zu ihrer dritten Wahlversammlung nach Karlburg eingeladen. 16 Stadtratskandidaten, Landratskandidat Christian Baier und Bürgermeisterkandidat Armin Beck stellten laut einer Pressemitteilung sich und ihre Programme vor.

    Kulturlandschaft erhalten

    Baier machte deutlich, dass der Landkreis Main-Spessart eine von menschlicher Nutzung geprägte Kulturlandschaft sei. Deren Unterschiede gelte es zu erhalten. Die Trockenrasenflächen am Mäusberg und Rammersberg oder am Saupurzel rund um Karlstadt seien eine einzigartige Flora und Fauna, die ein Aushängeschild für die gesamte Region darstelle: "Wir müssen den Flächenverbrauch im Landkreis einschränken, um Landschaft und Natur zu erhalten."

    Beck wolle im Stadtgebiet Biotope systematisch vernetzen. Die B 26n sei dabei hinderlich und würde jene Vernetzung zerstören. Stadtratskandidat Erwin Scheiner pflichtete ihm bei: "Wir stehen hier in Verantwortung für den Artenschutz, die Biodiversität und den schonenden Umgang mit Flächen." Stadtratskandidatin Katharina Vautrin-Hofmann möchte mehr Menschen für Karlstadt und seine Ortsteile begeistern. Sanfter Tourismus sei ihr wichtig.

    Karlburgs Dorferneuerung

    Karlburgs Bürger sprachen die Wohnraum-Knappheit im Stadtgebiet an und stellten Fragen zur Dorferneuerung. Für ihren Ortsteil sei eine Dorfkernsanierung vorgesehen. Seitdem die Arbeitskreise vor längerer Zeit getagt hätten, sei aber nichts mehr geschehen.

    Vor allem für Hausbesitzer mit großem Haus und Grund stehe auf dem Wohnungsmarkt nichts zur Verfügung. Manche würden gern verkaufen und in eine Miet- oder Eigentumswohnung ziehen. Bei der Überplanung des Ehrenfels-Geländes habe die Stadt die Chance auf Mehrfamilienhäuser oder gar städtische Wohnungen verpasst. "Wir versuchen das Thema Wohnraumknappheit immer wieder im Stadtrat zu setzen", sagte Beck.

    Mehr sozialer Wohnungsbau

    Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zeigte Stadtratskandidat Walter Gleichmann auf. Er forderte, bei neuen Baugebieten Mehrfamilien- und Generationenhäuser sowie den sozialen Wohnungsbau zu berücksichtigen. Nicht alle könnten sich Haus und großes Grundstück leisten.

    Auch die Belastung Karlburgs durch die B 26n sei ein Thema gewesen. Laut einer Prognose des Staatlichen Bauamtes würden sich die Fahrzeugzahlen auf der Karolingerbrücke verdoppeln. Beck versprach, wenn er Bürgermeister sei, werde es jährlich in jedem Ortsteil eine Versammlung geben: "Ich will alle Bürger mehr in die Entscheidungsfindung einbinden."

    Bearbeitet von Jürgen Sterzbach

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