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    Waldzell

    Kartoffelbetrüger fragte Polizei um Erlaubnis

    Die zu Bioqualität hochgestuften konventionellen Kartoffeln bei der Lohrer Tafel. Foto: Roland Pleier

    Durch Recherchen der Redaktion ist die Polizei Lohr darauf aufmerksam geworden, dass der Waldzeller Kartoffelbetrüger in verschiedenen Anzeigen auch "Biotomaten" und "Tomaten aus eigener Ernte" anbot. Wie viele Tomaten verkauft wurden, stehe noch nicht fest, teilt die Polizei in ihrem Pressebericht vom Freitag mit. Bisher habe sich eine Geschädigte gemeldet, die bei dem Mann ein Kilogramm Tomaten für vier Euro und zehn Kilo Kartoffeln für 1,45 Euro pro Kilogramm kaufte.

    Zu den Kartoffeln meldeten sich bisher zwei Geschädigte bei der Polizei. Sie konnten die Kartoffeln wieder beim Verkäufer zurückgeben und erhielten ihr Geld zurück.

    Kartoffelverkäufer fragte zuvor bei der Polizei nach

    Wenige Wochen vor dem anonymen Hinweis auf einen möglichen Betrug ist der Kartoffelverkäufer auf der Polizeistation in Lohr erschienen und hat angefragt, ob er von 50 Kilogramm gekauften Kartoffeln 20 Kilogramm an seine Nachbarn verkaufen dürfe, wie der stellvertretende Dienststellenleiter Stefan Preisendörfer auf Anfrage der Redaktion bestätigt. Selbst brauche er keine 50 Kilogramm, habe es geheißen. Diese ungewöhnliche Anfrage sei ihm von einem Polizeibeamten bejaht worden.

    Als nach dem Hinweis derselbe Polizist den Mann in Waldzell in flagranti erwischte, habe dieser gesagt: "Die Polizei hat gesagt, ich darf das." Von umetikettierten Biokartoffeln und von einer solchen Menge sei aber nie die Rede gewesen, so die Polizei. Strafrechtlich tue die allgemein gestellte Anfrage des Mannes aber nichts zur Sache, so Preisendörfer.

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