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    Marktheidenfeld

    Kaum noch Einwände zum P&G-Neubau

    Wie sich die neue Halle von P&G in das Gelände an der Baumhofstraße in Marktheidenfeld einfügt, veranschaulicht dieses Modell. Foto: Joachim Spies

    Ebenso wie zum Gewerbegebiet Söllershöhe wurden auch zum Bebauungsplan des neuen Produktionsgebäudes bei Procter & Gamble in der Baumhofstraße 40 die Hinweise und Einwendungen der Träger öffentlicher Belange gehört. Im Gegensatz zur vorherigen Runde gab es aber kaum noch Einwände. 18 von 33 angeschriebenen Stellen gaben Stellungnahmen ab, die meist aber eher Hinweise waren, sagte Planer Holger Kess vom Büro HWP aus Würzburg. Von privater Seite kam diesmal nichts.

    Große Bedenken hatte nur noch die Kreisgruppe Main-Spessart des Bund Naturschutz, trotz erfolgter Nachbesserungen der Planung. Der BN kritisierte die Erschließung des Geländes über die Hans-Wilhelm-Renkhoff-Straße, ohne Abbiegespur im Bereich Äußerer Ring und in Nähe zur Grundschule. Der Lkw-Verkehr werde sich in dem Bereich eher noch verringern, erklärte Kess in der Sitzung, da ein Teil des Lkw-Parkplatzes an den geplanten neuen Stadtort am Dillberg verlagert werden soll-

    Wasserdurchlässiger Belag für Pkw-Stellplätze

    Da 130 Parkplätze ausgewiesen werden, rechnet der BN mit einer zusätzlichen Verkehrsbelastung im Kreuzungsbereich. Die zusätzlichen Parkplätze ergeben sich aus der Stellplatzverordnung der Stadt Marktheidenfeld, sagte Kess, eine gewisse Erhöhung der Verkehrsbelastung sei vertretbar. Den Baukörper noch tiefer zu legen sei nur sehr begrenzt möglich, antwortet die Stadt auf die weitere Kritik des Bund Naturschutz zu den nach wie vor großen Ausmaßen des Gebäudes. Auch sei eine Tiefgarage statt der 130 Außenstellplätzen für die Pkw aus Gründen der Erschließung und Produktion nicht möglich. Nach einer Baugrunduntersuchung weist das Gelände keinen guten Untergrund für eine Versickerung von Niederschlag auf. Man wolle darum für die Stellplätze möglichst einen wasserdurchlässigen Belag verwenden, informiert Kess auf den Einwand des BN zur Flächenversiegelung.

    Zweiter Bürgermeister Martin Harth drückte noch seine Enttäuschung darüber aus, dass man sich dem Thema Photovoltaik und Dachbegrünung nicht annähern wollte. Von der Statik her wäre es machbar gewesen, sagte Harth, die angegebenen hygienischen Gründe gegen die Begrünung konnte er nicht nachvollziehen.

    Im Anschluss an den Vortrag der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange stimmte der Stadtrat auch dem Bauantrag von Procter & Gamble für den Neubau des Produktionsgebäudes mit Hochregallager und der Stellplätze einstimmig zu.

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