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    Lohr

    Keiler Games: Gaudi stand wieder im Vordergrund

    Nicht nur im Stapeln von Bierkisten bewiesen die "Wilden Keiler" Geschick - das Team siegte auch in der Gesamtwertung. Foto: Frank Zagel

    Zum dritten Mal haben sich bei den Sackenbacher Keiler Games mehrere Teams auf dem Sportplatz des TSV in einfallsreichen Wettbewerben gemessen. Die heftigen Regenfälle am frühen Nachmittag nutzten die 39 Spaß-Athleten spontan zur Mittagspause. "Die Spiele werden auf alle Fälle zu Ende geführt", zeigte sich Organisator Ralf Stolle zuversichtlich.

    Mit der Feuerwehr Sackenbach und dem Meeviertelverein begann der Samstag am Morgen mit einem Weißwurstessen und dem Eintreffen der zehn Teams, die Namen wie "Rhöner Wildsäu", "Sackebacher Schlitz" oder "Die Eisbären" führten.

    Angelehnt an die schottischen Highland Games entwickelte Stolle mit seinen Mitstreitern eine spaßige Variante, die sich nicht ganz an den originalen Spielvorlagen mit Baumstammwerfen oder Seilziehen der Schotten orientieren sollte. Beim Bratpfannenweitwurf, dem Auffangen von Wasserbomben mit verbundenen Augen oder dem Flunky Ball, bei dem eine Wasserflasche auf dem Spielfeld mit einem Rugby Ball getroffen werden musste, stand eindeutig die Gaudi im Vordergrund.

    Zum Teil ging mit den Spielen auch der Konsum von reichlich Bier einher. Als bei den sich anschließenden Disziplinen der Teams "Rhöner Wildsäu" und "Sau Geil" ein Gummistiefel im hohen Bogen der geworfenen Bratpfanne hinterherflog und beim Maibaumparcours etwaige Hindernisse – wenn überhaupt – nur mit den größten Mühen umgangen werden konnten, wurde der Alkoholpegel der Mannschaften eindrucksvoll sichtbar.

    "Die Eisbären" aus dem Wertheimer Umfeld, die durch einen Zeitungsartikel voriges Jahr auf die Keiler Games aufmerksam geworden waren, zeigten sich vom nasskalten Wetter begeistert: "Für unsere Spezies sind das coole Wettkampfbedingungen", meinte Petra.

    Im gegenseitigen Aneinanderpressen möglichst vieler Bierkisten versuchte die Truppe ihr Glück, nachdem der Bratpfannenweitwurf wohl laut Teammitglied Matze daran scheiterte, dass dieser Wettkampf doch "eher untypisch für Eisbären" sei. Doch auch beim Stapeln von Bierkisten wurden die arktischen Bären von den "Wilden Keilern" der Lohrer Handballer geschlagen, die es auf mehr als ein Dutzend aneinandergepresster Kisten brachten.

    Die "Wilden Keiler" durften dann auch am Ende der Spiele das Siegertreppchen besteigen und den Pokal samt Prämie von 150 Euro einstreichen. Alle Gewinner spendeten große Teile ihres Siegergeldes an den Kindergarten St. Pius in Lindig.

    Dieser war von Stolle und seinen Initiatoren für dieses Jahr als Empfänger der Einnahmen ausgewählt worden, denn das "Spenden für einen guten Zweck" steht neben Spaß und reichlich Bier für die Veranstalter an vorderster Stelle. Auch nächstes Jahr werden die Keiler Games für Stimmung auf dem Sackenbacher Sportplatz sorgen, versprach Stolle.

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