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    Helmstadt

    Kein Nachfolger für Pastoralreferenten

    Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war das "Gebetsyoga", bei der die Gottesdienstbesucher mitmachen konnten. Hierbei drückten die Betenden mit Ihrer Körperhaltung ihre Beziehung zu Gott aus. Foto: Mechtild Buck

    "Das lithurgische Gewand ist passé, ich bin der Rainer." mit diesen Worten legte der Pastoralreferent der Pfarreiengemeinschaft Hl. Benedikt zwischen Tauber und Main, Rainer Zöller,  sein Pfarrgewand ab, um in den Ruhestand zu gehen.

    In der katholischen Kirche St. Martin in Helmstadt hatten sich ungefähr 200 Besucher zu einem feierlichen Wortgottesdienst versammelt, um Zöller gebührend zu verabschieden. Den Gottesdienst hatte der Neuruheständler selbst vorbereitet und zelebrierte ihn auch selbst. Dabei hatte er Unterstützung von "seiner" Klasse 4a der Astrid-Lindgren-Grundschule Helmstadt.

    Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war eine von Zöller vorgebetete Art von "Gebetsyoga", bei der die Gottesdienstbesucher mitmachen konnten. Hierbei drückten die Betenden mit Ihrer Körperhaltung ihre Beziehung zu Gott aus.

    Dank an alle Engagierten

    Zöller sprach seinen Dank aus an "alle, die mich in meinem beruflichen und privaten Bereich begleitet haben" und "an alle Engagierten". Besonders bedankte er sich bei der Pfarrsekretärin Inge Gernhardt für die gute Zusammenarbeit, bei Pfarrer Berthold Grönert für sein Vertrauen den Freiraum, den er ihm eingeräumt hatte und bei seiner Familie für die Unterstützung. Sein Fazit: "Pastoralreferent und Rainer Zöller – das klingt ganz gut zusammen."  Das belohnte die Gemeinde mit tosendem Applaus.

    Weil  Klima- und Umweltschutz für Zöller ein wichtiges Anliegen ist, hatte er darum gebeten, auf Geschenke zu seiner Verabschiedung zu verzichten und stattdessen für die  Klima-Kollekte der Kirche zu sammeln. Diese gesammelten Spenden wurden ihm am Freitag durch eine Abordnung der Pfarreiengemeinschaft übergeben.

    Im Anschluss an die Feierlichkeiten in der Kirche trafen sich alle Besucher zu einem kleinen Sektempfang im Pfarrheim, bei dem sich die Gäste persönlich von Zöller verabschieden konnten. Derzeit gibt es keinen Nachfolger für Zöller.

    Rainer Zöller wurde 1954 in Miltenberg geboren und machte im Jahr 1973 sein Abitur am dortigen Johannes-Butzbach-Gymnasium. Von September 1974 bis März 1975 leistet er einen freiwilligen Friedensdienst mit Aktion Sühnezeichen in St. Vaast-La Houge in Frankreich. 1975 bis 1981 folgte ein Diplomstudium der Katholischen Theologie an der Universität Würzburg.

    Seit 2008 zwischen Tauber und Main

    Nach einer achtwöchigen  Reise nach Bolivien absolvierte Zöller von Dezember 1981 bis August 1982 einen Pastoralkurs mit Praktikum in der Pfarrei Frickenhausen. Ab 1982 arbeitete Zöllerals Pastoralassistent in Höchberg,  Mariä Geburt. Dort war er nach der zweiten Dienstprüfung 1986 weiterhin als Pastoralreferent tätig. Von 1988 bis 1998 folgten Jahre als Pastoralreferent in Kleinheubach, Laudenbach und Rüdenau. Seit September 2008 bekleidete er das Amt des Pastoralreferenten in der Pfarreiengemeinschaft Hl. Benedikt zwischen Tauber und Main.

    Außerdem war Zöller von 1998 bis 2008 Ausbildungsleiter für Pastoralassistenten der Diözese Würzburg. Seit 1985 ist Reiner Zöller mit Lisa Zöller verheiratet. Er hat zwei Töchter, Katharina und Johanna. Nebenberufliche Interessen und Engagements sind die  Ausbildung zum kirchlichen Umweltberater sowie die Mitarbeit im Sachausschuss "Bewahrung der Schöpfung des Diözesanrates" und im Bund Naturschutz Waldbüttelbrunn.

    Pastoralreferent Rainer Zöller wurde in Helmstadt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Mechtild Buck
    Pastoralreferent Rainer Zöller wurde in Helmstadt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Mechtild Buck
    Pastoralreferent Rainer Zöller wurde in Helmstadt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Mechtild Buck
    Pastoralreferent Rainer Zöller wurde in Helmstadt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Mechtild Buck

    Bearbeitet von Mechtild Buck

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