• aktualisiert:

    Karlstadt

    Keine neue Optik für die Karlstadter Angerstraße

    Aus Kostengründen zieht die Stadt beim Oberflächenausbau nicht mit, wenn die Stadtwerke die Leitungen erneuern.
    In der Karlstadter Angerstraße werden der Kanal und die Wasserleitung ausgewechselt. Die Straße soll aber nicht umgestaltet werden. Foto: Karlheinz Haase

    Wenn in der Karlstadter Angerstraße der Kanal und die Wasserleitung erneuert werden, soll die Straße hinterher nicht umgestaltet werden, wie das bei der Kapuzinerstraße, dem Krönleinsweg und der Johann-Schöner-Straße der Fall war. Die Fahrbahndecke soll hinterher wiederhergestellt werden, ohne dass die Gehsteige umgestaltet werden. Damit soll Geld gespart werden.

    Die Stadt werde aus finanziellen Gründen diesmal nicht mitziehen, wenn die Stadtwerke die Leitungen austauschen, erklärt Bürgermeister Paul Kruck. Der Austausch sei jetzt aus technischen Gründen erforderlich. Auch würden Zuschüsse eine Rolle spielen. Ob es vernünftig ist, die Straße nur so wie bisher wiederherzustellen, werde sich erst nach der Abrechnung endgültig zeigen.

    Wie Stadtwerkeleiter Klemens Albert ausführte, sind der Kanal und die Wasserleitung "Am Sohl" bereits erneuert. In der Angerstraße soll dies nun bis zur Realschule fortgeführt werden.

    Wichtig für eine sichere Wasserversorgung

    Diese Leitung  dient vor allem der Wasserversorgung der Altstadt und aller weiteren Abnehmer westlich der Bahnlinie. Vom "Sohl" aus führt eine Wasserleitung mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern unter der Bahnlinie hindurch. Um auf der sicheren Seite zu sein, wurde im "Hirschfeld" eine zweite  mit demselben Durchmesser unter der Bahn hindurchgeführt. Bisher gab es eine zweite Leitung von der Korbstraße aus unter der Bahn hindurch. Diese ist jedoch kaputt und stillgelegt. Eine Reparatur ist nicht mit vertretbarem Aufwand möglich.

    Für die Arbeiten in der Angerstraße hatte die Firma Grümbel (Gössenheim) das günstigste Angebot abgegeben. Beim Kanal liegt es bei knapp 420 000 Euro und damit 18 Prozent unter der Kostenschätzung von 510 000 Euro. Die Wasserleitung bietet die Firm Grümbel für rund 332 000 Euro an, sieben Prozent unter der Schätzung von 358 500 Euro. Der Vergabe muss noch der Gesamtstadtrat zustimmen.       

    Vorhaben in den Stadtteilen

    In Wiesenfeld werden zur Ortsabrundung im Baugebiet "Eckartshofener Straße" acht Bauplätze erschlossen. Der Werkausschuss stimmte der Entwurfsplanung zu. Albert sagte, es werde beim Kanal das Mischsystem beibehalten, also gemeinsame Kanalrohre für Schmutzwasser und Regenwasser. Insgesamt wird für die Wasser- und Abwasserleitungen mit 90 000 Euro kalkuliert.    

    Für den Neubau der Wiesenfelder Kläranlage laufen derzeit die Ausschreibungen. Man müsse von mehr als fünf Millionen Euro Baukosten ausgehen, erklärte Albert. Das ist das Doppelte der ersten Schätzung von 2013. Leider seien nur geringe Zuschüsse zu erwarten, da sich diese jeweils nach den Einwohnerwerten errechnen. Und das sind bei der Wiesenfelder Kläranlage nur 2000. Das geklärte Abwasser wird in den Ziegelbach eingeleitet, der an Halsbach vorbeifließt und unterhalb der Ruine Schönrain in den Main mündet. 

    In Gambach soll es nach dem tiefbautechnischen Ausbau der Oberen Löhleinstraße 2021 weitergehen. In Karlburg steht die Erschließung des ehemaligen Ehrenfels-Geländes im Baugebiet "Am Steigweg" an. Und in Laudenbach sind die Arbeiten in der Heldstraße fast abgeschlossen.

      

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!