• aktualisiert:

    Marktheidenfeld

    Keller zu "Baustraße": Entwicklung der Altstadt nicht gefährden

    Zu unserer Berichterstattung über die "Baustraße" in Marktheidenfeld meldet sich Stadtrat Ludwig Keller zu Wort: In einem Artikel vom 22. August wurde das Ehepaar Barthel mit den Worten zitiert: „Im Stadtrat hat Ludwig Keller den Parkplatz von der Baustraße abhängig gemacht.“ Dazu möchte Stadtrat Keller (fraktionslos) Folgendes klarstellen:

    Die Verknüpfung von Mainkaiparkplatz und Baustraße sei nicht von ihm, Keller, ausgegangen,  sondern war in der Beschlussvorlage der damaligen Stadtratssitzung enthalten. "Bei meiner Wortmeldung im Stadtrat habe ich diese Verknüpfung beanstandet und auch erreicht, dass der Bezug zur Baustraße in der Beschlussfassung weggelassen wurde", schreibt Keller in seiner Stellungnahme.  

    "Dass eine unmittelbare Zufahrt zum Parkplatz am Mainkai notwendig ist, sehen die meisten Bürger der Stadt ebenso wie ich. Die Leserumfrage der Main-Post bestätigt dies. Es ist grundsätzlich eine gute Sache, Freizeitmöglichkeiten am Mainufer zu erweitern, doch darf dies nicht zu Lasten der Altstadt und der Anwohner gehen. Daher hatte ich mich bereits letztes Jahr im Stadtrat gegen das vorgelegte Konzept zur Erweiterung des Spielplatzes ausgesprochen und diesem unausgereiften Projekt meine Zustimmung verweigert", so Keller weiter.

    Wer ein Vorhaben mit so weitreichenden Eingriffen in bestehende Strukturen in Angriff nimmt, dürfe sich nicht nur auf den Jugendbeirat stützen, sondern müsse darüber hinaus auch Betroffene und Anwohner einbeziehen. Mit besonderer Sorgfalt sei dabei laut Keller zu prüfen, welche Auswirkungen eine so einschneidende Maßnahme auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Altstadt habe, deren Bewohner und Gewerbetreibende ohnehin schon viele Einschränkungen in Kauf nehmen müssten.

    "Bei allem Verständnis für sommerliche Freizeitangebote: Für Gastwirte und Gewerbetreibende im Altstadtbereich geht es nicht um ein Saisongeschäft. Sie müssen auch außerhalb der Schönwetterperiode über die Runden kommen. Dafür werden nahe gelegene Parkmöglichkeiten dringend benötigt", schreibt Keller. In dem Beitrag der Main-Post vom 21. August („Immer mehr Leerstände in Toplagen“) sei dies überzeugend begründet worden. "Durch diesen Artikel sehe ich mich in meiner Auffassung bestätigt, dass der Mainkaiparkplatz weiterhin auf kurzem Weg erreichbar sein muss. Der sehr viel längere Umweg über Untertorstraße und Fahrgasse ist weder ökologisch noch sicherheitstechnisch zu rechtfertigen", endet Kellers Stellungnahme.

    Bearbeitet von Andreas Köster

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (1)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!