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    Erlenbach

    Kernwegenetz entworfen und vorgestellt

    Gemeinden sind per Gesetz dazu verpflichtet, ihren Erschließungsaufwand über Beitragsbescheide zu decken. Ein Zehntel der Erschließungskosten hat sie selbst zu tragen. Die Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld legte der Gemeinde Erlenbach nahe, die Erschließungsbeitragssatzung (EBS) aus dem Jahr 2006 zu überarbeiten und den aktuellen Vorschriften anzupassen. Dies taten die Räte in der Sitzung am vergangenen Dienstag einstimmig.

    Der Satzungstext folgt dem Vorschlag des Bayerischen Gemeindetags. Die neue Satzung beinhaltet insgesamt 16 Paragraphen, die im Wesentlichen lediglich redaktionell überarbeitet und teilweise ergänzt wurden. Dies erläuterte Helmut Fuchs, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld den Räten.

    Die EBS regelt Art und Umfang der Erschließungsanlagen. Von den tatsächlich anfallenden Kosten einer Ersterschließung tragen 90 Prozent die Anlieger. In der Satzung wird weiterhin festgelegt, wie einzelne Grundstücke – abhängig von der Bebauung und der Nutzung – bewertet werden. Bei gemischt genutzten Gebieten beträgt der Nutzungsfaktor für Grundstücke, die zu mehr als einem Drittel gewerblich genutzt werden, 0,3.

    Glasfaser für die Grundschule

    Für das "digitale Klassenzimmer" an der Grundschule hilft die beste technische Ausstattung nichts, wenn die Internetleistung zu niedrig ist. Aus diesem Grund beauftragte der Gemeinderat die Telekom mit der Errichtung einer Glasfaseranbindung für das Schulgebäude. Bis auf Höhe des Anwesens Schulstraße 5 ist bereits ein Rohr dafür verlegt. Ab dort bis zur Schule muss der Gehweg aufgegraben werden. Aufgrund dessen würden sich die relativ hohen Kosten von 56 000 Euro ergeben, sagte Neubauer. Nach seinen Ausführungen wird jedoch die Baumaßnahme mit 50 000 gefördert, so dass der Eigenanteil für die Gemeinde nur gut 6000 Euro beträgt.

    Bereits im Juni behandelte der Gemeinderat einen Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und zwei Unterstellplätzen in Tiefenthal, Ecke Hauptstraße/Wasserweg. Trotz zahlreicher Abweichungen vom dort geltenden Bebauungsplan stimmten die Räte geschlossen dafür, nahmen jedoch zwei Einschränkungen vor: Die Zulässigkeit der Bebauung im Sichtdreieck, die Gebäudelänge entlang der Grenze (von 14 anstatt zugelassenen acht Metern) und die Höhe der geplanten Einfriedung von bis zu drei Metern sollten vom Landratsamt Main-Spessart überprüft werden. Jetzt übersandte die Kreisbehörde den Antrag zurück mit der Bitte um Stellungnahme des Gemeinderats.

    Dem kam der Gemeinderat nach. Das Einvernehmen zu der beantragten Befreiung vom Bebauungsplan, die das Sichtdreieck betrifft, wurde erteilt. Eine Befreiung von der Festsetzung der Einfriedungshöhe erteilten die Räte jedoch nicht.

    Alle Grabsteine stehen sicher

    Der Haushaltsplan der Gemeinde Erlenbach für 2019 wurde von der Kommunalaufsicht mit Auflagen genehmigt.  Die vorgesehenen Verpflichtungserklärungen in Höhe von 1,93 Millionen Euro wurden um 600 000 Euro gekürzt.

    Der Gemeinderat nahm den Konzeptentwurf zum Kernwegenetz des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILE) für die Kommunale Allianz Raum Marktheidenfeld zur Kenntnis. Demnach wird Erlenbach über asphaltierte Wege, die vorwiegend von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden sollen, an Karbach, Lengfurt, Tiefenthal oder Homburg angeschlossen. Die Räte wünschten sich, dass auch der Fahrradweg zwischen Erlenbach und Tiefenthal entsprechend ausgebaut und gefördert werde. Dies ist von der ILE jedoch nicht vorgesehen.

    Ein ehemaliger Lagerraum der Sportvereins-Gaststätte sowie ein nicht mehr für diesen Zweck genutzter früherer Heizraum an der Erlenbacher Festhalle soll zukünftig als Stuhllager genutzt werden. Deshalb ist es notwendig, einen Architekten mit den Detailplanungen, insbesondere für die Statik, zu beauftragten. Den ersten Entwurf, den Neubauer zusammen mit dem Hallenwart Martin Müller ausarbeitete, nahm der Rat zur Kenntnis und beauftragte den Bürgermeister mit den weiteren Planungen des Umbaus.

    Die Überprüfung der Grabmale auf dem gemeindlichen Friedhof hat ergeben, dass alle Steine sicher befestigt sind.

    Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am 10. September statt.

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