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    Marktheidenfeld

    Klaus Woitas folgt auf Florian Hörning

    Führungswechsel in der Geschäftsführung der Wassergruppe Marktheidenfeld8 (von links): bisheriger Geschäftsführer Florian Hörning, Vorsitzende Helga Schmidt-Neder, neuer Geschäftsführer Klaus Woitas und neuer technischer Betriebsleiter Simon Franz. Foto: Martin Harth

    Nachdem der bisherige Geschäftsführer des Zweckverbands zur Trinkwasserversorgung der Marktheidenfelder Gruppe, Florian Hörning, nach Mitteilung seines Arbeitgebers, der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld, zum 1. Januar die Geschäftsführung des Zweckverbands nicht mehr wahrnehmen kann, musste die Verbandsversammlung der Mitgliedsgemeinden bei einer Sitzung im Marktheidenfelder Rathaus die Nachfolge regeln.

    Die Verbandsvorsitzende, Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder dankte Hörning, der die Aufgabe im Juni 2018 übernommen hatte und zeigte Verständnis, dass familiärer Zuwachs zu der Entscheidung seines Rückzugs beigetragen hatte. Sie schlug als Nachfolger den bisherigen technischen Betriebsleiter Klaus Woitas vor. Mit mehr Hauptamtlichkeit wolle man die Kontinuität in der Geschäftsführung steigern. Die technische Betriebsleitung solle an den bisherigen Stellvertreter Simon Franz übertragen werden.

    Einstimmige Beschlüsse 

    Die Gemeindevertreter zeigten sich mit dieser Lösung einverstanden und fassten die entsprechenden Beschlüsse einstimmig. Außerdem wurde bestätigt, dass zum 1. September ein Ausbildungsplatz zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik geschaffen wird.

    Zu Beginn der Sitzung hatte Schmidt-Neder berichtet, dass eine Lohnsteuer-Außenprüfung der Finanzbehörden bei der Wassergruppe keine Beanstandungen ergab. Die Unterlagen zur Festsetzung der Wasserschutzgebiete und zu den Wasserrechtsanträgen wurden abgeschlossen und bei den Behörden eingereicht.

    Keine wesentlichen Beanstandungen habe auch eine überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2012 bis 2015 mit umfangreichen Bauarbeiten seitens des Kommunalen Prüfungsverbands ergeben. Die Anmerkungen zu einer verbesserten Steuerung und Kontrolle der freiberuflichen Planer seitens der Geschäftsführung werde man beachten, obwohl sie allein wegen der großen zeitlichen Distanz schwierig nachzuvollziehen seien.

    Unterhalt der Bauwerke

    Schmidt-Neder gab Beschlüsse des Verbandausschusses bekannt, die Rückzahlungen von Darlehen, Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen oder Vergaben für die aktuellen Sanierungsmaßnahmen an den Hochbehältern betrafen.

    Der bisherige technische Betriebsleiter Klaus Woitas berichtete, dass man zusammen mit dem Würzburger Ingenieurbüro GMP im Sinne der beabsichtigten "Strategischen Ausrichtung 2015" mit der Grundlagenermittlung begonnen habe. 2019 habe die Wartung und der Unterhalt der Bauwerke des Zweckverbands wiederum besondere Aufmerksamkeit erfordert. So kam die Innensanierung des Saugbehälters bei Steinmark voran. An den Hochbehältern Michelrieth und Bischbrunn wurden die Sanierungen inzwischen abgeschlossen.

    Für den Hochbehälter Bocksberg werde ein Konzept erarbeitet und die damit verbundenen Ausschreibungen sollen noch 2020 erfolgen. Von den Störungen her, so schloss Woitas seine Ausführungen, zähle 2019 zu den ruhigeren Jahren. 29 Vorkommisse außerhalb der Einsatzzeiten wurden vom Bereitschaftsdient kurzfristig behoben.

    Haushaltsatzung für 2020

    Nach den Berichten traten die Finanzen in den Blickpunkt der Gemeindevertreter. Zunächst wurde nach einem Bericht der beiden Prüfer, Bischbrunns Bürgermeisterin Agnes Engelhardt und Hafenlohrs Gemeinderat Anton Weis, die Jahresrechnung 2018 mit einem Gesamtvolumen von 2 428 574,61 Euro (Verwaltungshaushalt: 1 601 098,49 Euro; Vermögenshaushalt: 827 476,12 Euro) festgestellt und später mit eigenem Beschluss auch entlastet.

    Danach stellte Christina Hermann, Kämmerin der Stadt Marktheidenfeld, den Haushaltsplan und die Haushaltsatzung für 2020 vor. Die einzelnen Positionen waren schon im Dezember von den Mitgliedern des Verbandsauschusses besprochen worden. Einstimmig wurde die Haushaltsatzung mit einem Gesamtvolumen von 2 494 496 Euro (Verwaltungshaushalt: 1 686 500 Euro, Vermögenshaushalt: 807 996 Euro) verabschiedet. Esselbachs Bürgermeister Richard Roos wurde zugesichert, dass die geplante Zuführung von rund 30 000 Euro vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt eine vorübergehende Ausnahme bleibe und künftig mit verbesserter wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit wie im Normalfall wieder umgekehrt werde.

    Beschlussfassung des Finanzplans

    Bei der Beschlussfassung des künftigen Finanzplans und dem Beschluss, den erwarteten Überschuss aus der Abrechnung der Betriebskostenumlage 2019 der Mitgliedsgemeinden nicht an diese zurückzuerstatten sondern sie zu einer Sondertilgung eines Darlehens zu verwenden, war die einzige Gegenstimme von Hafenlohrs Bürgermeister Thorsten Schwab zu verzeichnen. Dieser hatte angesichts der gegenwärtig günstigen Zinssätze zuvor dem von Christina Hermann beabsichtigten Schuldenabbau widersprochen und hätte die Finanzmittel (rund 200 000 Euro) in den einzelnen Gemeindehaushalten als besser aufgehoben empfunden.

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