• aktualisiert:

    Marktheidenfeld

    Kleines Hotel mit Gastronomie an der Baumhofstraße geplant

    Der Stadtrat ändert den Bebauungsplan für das ehemalige Schleunung-Gelände und beschließt auch eine Variante für den Umbau der Aussegnungshalle auf dem Altstadtfriedhof.
    Die Aussegnungshalle auf dem Altstadtfriedhof in Marktheidenfeld wird neu gestaltet. Der Stadtrat hat die Pläne dafür jetzt abgesegnet. Die wichtigsten Änderungen: Das Vordach wird deutlich größer und links in den Anbau kommt eine Behindertentoilette, die auch vom Lohgraben-Parkplatz aus zugänglich ist. Foto: Joachim Spies

    Noch keine Entscheidung gefallen ist am Donnerstagabend im Marktheidenfelder Stadtrat über den Umbau des "Milchhäusle" und Lagers in Altfeld zu einem Jugendtreff. Letztlich schieden sich die Geister an der Frage, ob der barrierefreie Zugang eher über eine Rampe oder über einen Lift erfolgen soll. Renate Schneider, Burkhard Wagner und Helmut Adam gefiel die von Architektin Daniela Wagner vorgestellte Rampe aus optischen Gründen nicht, Behindertenbeauftragter Heinz Peter plädierte dagegen "generell für Rampen". Ein Lift brauche regelmäßige Wartung und könne ausfallen.  

    Für das mit 140 000 Euro veranschlagte Projekt steht ein Zuschuss des Bayerischen Jugendrings von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht. Die gibt es für das Vorhaben aber nur beim Einbau einer Rampe. Angesichts von Kosten von maximal 25 000 Euro für einen Lift und 17 000 Euro für die Rampe könne man den anteiligen Zuschuss für dieses Element vernachlässigen, meinte Adam. Die Verwaltung und die Architektin haben nun den Auftrag die genauen Fördersummen und die Kosten einer Lift-Wartung zu ermitteln, außerdem auch die für eine anders gestaltete und von Martin Gerberich vorgeschlagene Rampe. Voraussichtlich im März wird dann erneut beraten.

    Neuordnung auf dem ehemaligen Schleunung-Gelände

    Auf dem ehemaligen Schleunung-Gelände an der Baumhofstraße 57, wo bereits drei Mehrfamilienhäuser stehen, sollen demnächst die Bauarbeiten weitergehen. Architektin Daniela Wagner stellte dem Stadtrat die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans vor, die vier wesentliche Elemente enthält: Die zentrale Heizanlage entfällt komplett, der Kinderspielplatz wird auf einer anderen Fläche als zunächst geplant realisiert, die bauliche Nutzung soll auf Geschäftsgebäude, Büros für Feiberufler und Praxen erweitert werden und im fünfgeschossigen Gebäude an der Baumhofstraße ist ein Hotelbetrieb samt Gastronomie vorgesehen.  

    Der Stadtrat hatte keine Einwände. Christian Menig fragte allerdings "Tut sich denn auch was in der nächsten Zeit?", nachdem das Bauvorhaben längere Zeit stockte. Leider habe der Vorhabensträger gewechselt, begründete Architektin Wagner die Verzögerung. Nun aber gehe es voran. Für das "Boutique-Hotel" habe man ganz konkrete Pläne. Auf die Frage von Martin Harth versicherte sie, das die geplante Zahl an Stellplätzen für die verschiedenen Nutzungen ausreichend sei.

    Größeres Vordach für die Aussegnungshalle

    Mit einstimmigem Beschluss auf den Weg gebracht hat der Stadtrat die Umgestaltung der Aussegnungshalle auf dem Altstadtfriedhof in Marktheidenfeld. Die Wahl fiel, wie schon in den Haushaltsberatungen favorisiert, auf die Variante mit einer vom Lohgraben und vom Friedhof aus zugänglichen Behindertentoilette. Auf einen neuen seitlichen Anbau ans Gebäude wird verzichtet und stattdessen das Vordach vergrößert. Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder kündigte an, dass nach dem Ausbau in Marktheidenfeld 2020 im Jahr 2021 die Aussegnungshalle in Altfeld an der Reihe sei.  

    Und das waren die weiteren einstimmigen Beschlüsse im Stadtrat: 

    • Die 2019 bei der Stadt eingegangenen Geldspenden von 8085 Euro und von Sachspenden von 3806,32 Euro wurden dankend angenommen.
    • Die Neufassung der Erschließungssatzung war dringend geboten, weil es seit 1992 zahlreiche Änderungen im Kommunalabgabengesetz gab. Sie wurden nun eingearbeitet. 
    • Eingestellt in den Haushalt wurden als außerplanmäßige Ausgaben 230 000 Euro als Kostenbeteiligung der Stadt am Ausbau des Nordrings. Die Summe war für die Haushaltsberatung nicht angemeldet gewesen. 
    • Vergeben wurde der Einkauf von Pflanzen für die Wiederaufforstung im Stadtwald für 25 086 Euro an die Firma Hornung. 37 000 Euro bekommt die Firma Herbst, die die rund 50 000 Stück pflanzen wird.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!