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    Raum Gemünden

    Kommentar: Überraschungen im Sinngrund und in Gräfendorf

    Am spannendsten war die Bürgermeisterwahl im Raum Gemünden diesmal im Sinngrund. Aber auch in Gräfendorf gab es eine Überraschung.
    Wahlzettel beim Einruf in die Wahlurne.
    Wahlzettel beim Einruf in die Wahlurne. Foto: Fabian Gebert

    Am spannendsten war die Bürgermeisterwahl im Raum Gemünden diesmal im Sinngrund. Denn nur in Burgsinn, Rieneck und Mittelsinn gab es überhaupt mehr als einen Kandidaten. In allen drei Orten hatte es der jeweilige Bürgermeister mit je zwei Herausforderern zu tun – und in allen drei Orten gab es eine ordentliche Überraschung: Wer hätte gedacht, dass Wolfgang Küber in Rieneck nach zwei Amtsperioden seinen Hut nehmen muss und wer, dass sich Bürgermeister Robert Herold in Burgsinn ebenso deutlich gegen die beiden Mitbewerber durchsetzt wie der alte Hase Peter Paul in Mittelsinn?

    Jetzt gibt es nur in Rieneck eine Stichwahl. Die Frage ist nur: Welcher Nickel wird es? Schafft es der kommunalpolitisch erfahrene Hubert Nickel, der mit 61 genauso alt wie Wahlverlierer Wolfgang Küber ist, diesmal oder wollen die Rienecker mit Sven Nickel einen jungen Neuling auf der politischen Bühne als Bürgermeister? Letzteres glaubt Noch-Bürgermeister Küber. Aber das Beispiel Mittelsinn und Peter Paul zeigt, dass ein Bürgermeister auch mit 68 noch lange nicht zum alten Eisen gehören muss.

    Auch bei den Alleinkandidaten in den anderen Ortschaften gab es durchaus Überraschendes. So hätte sich Johannes Wagenpfahl in Gräfendorf als bisheriger Zweiter Bürgermeister vermutlich etwas mehr als die 82,8 Prozent erwartet. Und dass nur zwei von drei Wählern in Aura Wolfgang Blum im Amt bestätigt haben, mag diesen nicht zufriedenstellen.

    In Gemünden dagegen war es die Wahlbeteiligung, die nicht zufriedenstellen mag. Nicht einmal 60 Prozent der Gemündener gaben ihre Stimme ab. Dass davon jedoch fast 95 Prozent Bürgermeister Jürgen Lippert ihre Bestätigung gaben, ist für ihn ein schönes Ergebnis.

    Aber nicht nur der Ausgang der Wahl, sondern auch das Coronavirus spielte am Wahlabend eine Rolle. In Mittelsinn blieb Sieger Peter Paul vorsichtshalber lieber seiner eigenen Wahlparty fern.

    • Alle Zahlen zur Kommunalwahl finden Sie unter https://wahl.mainpost.de/kommunalwahl-2020/
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