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    Lohr

    Kommentar zur Wahl: Lohr wird bunter

    Dass sich Mario Paul ohne Stichwahl durchsetzt, mag für manche eine kleine Überraschung sein. Dass zwei kleine Parteien wohl in den Stadtrat einziehen, ist die größere.
    Wahlplakat im Schaufenster des ehemaligen Mainkaufhauses in Lohr: SPD und Grüne mit ihrem Bürgermeister Mario Paul
    Wahlplakat im Schaufenster des ehemaligen Mainkaufhauses in Lohr: SPD und Grüne mit ihrem Bürgermeister Mario Paul Foto: Roland Pleier

    Auch wenn er über elf Prozentpunkte eingebüßt hat: Mit diesem Wahlergebnis kann Mario Paul zufrieden sein. Es war zu erwarten: Der 45-jährige Amtsinhaber hat solide geführt, hie und da Impulse gegeben, keine silbernen Löffel gestohlen, keine krassen Fehler gemacht, ja sogar Fehler eingestanden - was in Zeiten wie diesen durchaus auch als Stärke bewertet wird.

    CSU-Gegenkandidat Dirk Rieb blieb im Wahlkampf ähnlich farblos wie in den sechs Jahren als Stadtrat und hatte wenig Munition: Hat er doch viele der Beschlüsse selbst mitgetragen wenn Paul sich nicht sogar mit weitreichenden Beschlüssen, die sein Amtsvorgänger von der CSU zu verantworten hatte, auseinander setzen musste.

    Auswärtsstarter Michael Kessel verbuchte Sympathiepunkte, brachte etwas frischen Wind in die Szene. Doch ob der Bürgerverein, der gerne auf Protest setzt, dank dessen Nominierung einen dritten Sitz im Stadtrat erobert, stand lange auf der Kippe. Wenn, dann geht es zu Lasten der SPD, die voraussichtlich mit zwei Stadträten weniger vertreten sein werden.

    Die wohl größte Überraschung dürfte es sein, wenn je die Spitzenkandidaten der FDP und ÖDP den Sprung in den Stadtrat schaffen. Mit dann sieben Gruppen wird es recht bunt in diesem Gremium - hoffentlich nicht zu bunt.

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