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    Burgsinn

    Kooperation zur Stärkung der Forstwirtschaft

    Christoph Kirchner (vorne rechts) und Karlheinz Roth (vorn links) unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel der Unterstützung der Privatwaldbesitzer. Darüber freuen sich auch FBG-Geschäftsführer Joachim Goebel (links) und Revierleiter Norbert Holzheimer. Foto: Jürgen Gabel

    Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Sinn-Saale rücken durch eine jetzt geschlossene Kooperationsvereinbarung noch enger zusammen. Wie Abteilungsleiter Christoph Kirchner bei der Vertragsunterzeichnung im Burgsinner Rathaus unterstrich, gibt es die forstliche Beratung durch die bayerische Forstverwaltung bereits seit einigen Jahrzehnten. Doch jetzt stellt der 2018 geschlossene "Waldpakt" zentrale Weichen, eine Forstbetriebsgemeinschaft weiter zu entwickeln.

    Die Stärkung der Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes durch die Bayerischen Staatsforsten und die Interessenvertretungen der Waldbesitzer ist die Grundlage der Kooperationsvereinbarung, erklärte Kirchner im Beisein des zuständigen Revierleiters Sinngrund, Norbert Holzheimer und des FBG-Vorsitzenden Karlheinz Roth. Klimawandel und demographische Veränderungen der Waldbesitzer stellen Forstwirtschaft, Waldeigentümer und deren FBGs vor drastische Herausforderungen. Diese besonderen Aufgaben der Zukunft können nur im engen Schulterschluss von Staat, Verbänden und den Selbsthilfeeinrichtungen bewältigt werden. Das Ziel dabei ist, so der Forstmann weiter, die bestmögliche Unterstützung der Waldbesitzer. Vor allem die Klein- und Kleinstwaldbesitzer in Bayern brauchen starke Forstbetriebsgemeinschaften, um ihre Wälder zum Nutzen der Allgemeinheit bewirtschaften zu können.

    Kirchner: FBGs sind unverzichtbare Säulen

    Die Bayerische Staatsregierung und die Vertreter des Waldbesitzes bekennen sich dazu, die Multifunktionalität der Wälder zu erhalten, alle Waldbesitzgrößen in die Weiterentwicklung einzubinden und die staatliche Unterstützung zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Über das Bundeswaldgesetz verfolgen FBGs den Zweck, die Bewirtschaftung der Waldflächen ihrer Mitglieder zu verbessern und die Nachteile geringerer Flächengrößen und anderer Strukturmängel zu überwinden, sagte Christoph Kirchner. Lobenswert haben die Forstbetriebsgemeinschaften den Auftrag ausgezeichnet erfüllt und sich zu eigenständigen und leistungsfähigen forstlichen Selbsthilfeeinrichtungen sowie Dienstleistungszentren im ländlichen Raum entwickelt. Als freiwillige Dienstleister sind sie deshalb unverzichtbare Säulen, die eine angemessene und offene Vermarktung des wertvollen Rohstoffes Holz organisieren sowie den nötigen Waldumbau und die -pflege unterstützen, lobte Kirchner die örtliche FBG Sinn-Saale. Außerdem seien sie wichtige Multiplikatoren und Fortbildungsdienstleister für die Waldbesitzer.

    Der Waldumbau ist die größte Aufgabe der Zukunft

    Das AELF unterstützt die FBG in der Öffentlichkeitsarbeit, bei Infoveranstaltungen, bei der Aktivierung der Waldbesitzer sowie bei deren Aus- und Weiterbildung, ergänzte Norbert Holzheimer. Das Amt sei auch ein verlässlicher Partner bei Neuerungen in Technik und Waldbau. Gerade bei der größten Zukunftsaufgabe, dem aufgrund des Klimawandels notwendigen Waldumbau, sei die zwischen AELF und FBG geschlossene enge Zusammenarbeit eminent wichtig. So unterstützt das Amt bei der Vorbereitung der vorgesehenen Waldflächen, bei der eventuell nötigen Durchforstung, bei der Pflanzung, beim Zaunbau und bei der Pflege, sprach Holzheimer die vereinbarten Ziele an.

    Karlheinz Roth stellte die Selbsthilfeaktionen für die rund 600 Waldbesitzer im Sinn- und Saaletal heraus. Er stellte kurz die Waldpflegeverträge vor, die ebenfalls wie die eigentliche Arbeit der Forstbetriebsgemeinschaft von der Bayerischen Forstverwaltung gefördert werden.

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