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    Karlstadt

    Kreistag Main-Spessart: Kreiswahlleiter ernannt

    Symbolbild Landratsamt Main-Spessart Foto: Jürgen Kamm

    Auch formell wirft die Kommunalwahl am 15. März 2020 bereits ihre Schatten voraus. Der Kreistag ernannte einstimmig Regierungsdirektor Michael Deubert zum Kreiswahlleiter und Regierungsamtmann Thomas Urlaub zum stellvertretenden Kreiswahlleiter. Beide arbeiten für das Landratsamt. Grundsätzlich berufen werden könnten Wahlberechtigte aus dem Landkreis inklusive Landrat samt Stellvertretern und Kreisräte sowie Bedienstete des Landratsamtes. Ausgeschlossen sind allerdings Landrats- und Kreistagskandidaten sowie Personen, die für diese Wahlen eine Aufstellungsversammlung geleitet haben oder Beauftragter eines Wahlvorschlags oder dessen Stellvertreter sind.

    Der Kreistag beschloss weiterhin, dass die von den Kreistagsfraktionen für das Amt von ehrenamtlichen Richtern am Verwaltungsgericht Würzburg vorgeschlagene Personen in die Vorschlagslisten aufgenommen werden. Aufgrund des Wahlergebnisses der letzten Kreistagswahl und mit Anwendung des Hare-Niemeyer-Verfahrens durfte die CSU sechs Personen vorschlagen, die Freien Wähler vier, die SPD drei, Bündnis 90/Grüne zwei und die freien Bürger eine Person vorschlagen.

    Budget-Überschreitungen genehmigt

    Wie vom Kreisausschuss empfohlen genehmigte der Kreistag auch Budget-Überschreitungen von zwei Sachgebieten zum Ende des dritten Quartals. Dabei ging es um eine Überschreitung von 412 500 Euro im Sachgebiet Hauptverwaltung und Geschäftsleitung. Der Zuschussbedarf laut Haushaltsplan von 1,76 Millionen Euro war damit schon zu 98 Prozent erreicht (Sollwert wären 75 Prozent). Grund ist die zentralen Verbuchung von Beihilfeleistungen und Versorgungsbeiträgen, die zum Jahresende durch Zuordnung zu den jeweiligen Sachgebieten ersetzt wird.

    88 Prozent des Gesamtbudgets von 2,60 Millionen Euro hatte das Sachgebiet Hochbauverwaltung und Klimaschutzmanagement erreicht. Absolut sind das 350 000 Euro Abweichung. Grund sind vorgezogene Abschnitte bei der Sanierung des Landratsamtsgebäudes in Karlstadt. Insbesondere die frühere Sanierung eine Treppenhauses war merklich teurer als die ursprünglich vorgesehen Sanierung von Büroräumen.

    Fast 5000 Euro mehr kostet den Landkreis Main-Spessart ab dem kommenden Jahr seine Beteiligung an der Region Mainfranken GmbH. Der Kreistag stimmte der geplanten Erhöhung des jährlichen Zuschusses um zehn Prozent auf 54400 Euro einstimmig zu.

    Marketing-Offensive: Stärkung des ländlichen Raums

    Vorher berichtete die Geschäftsführerin Region Mainfranken, Åsa Petersson, die Aktivitäten der Marketing-Organisation für Mainfranken im laufenden Jahr vor. Ihr Grundziel lautet, die Wettbewerbsfähigkeit der Region im nationalen und internationalen Kontext sowie ihre Lebensqualität langfristig zu sichern und weiter auszubauen. Die aktuellen Kernaufgaben sind die inzwischen abgeschlossene Erstellung eines Leitbildes, die Sicherung der Versorgung des ländlichen Raumes, die Innovationsförderung sowie das Akquirieren von Fachkräften. Dahinter stehen laut der Geschäftsführerin rund 400 Maßnahmen im Jahr. So wurden für die Stärkung des ländlichen Raumes Gesundheitssymposien veranstaltet und die Hausarztoffensive "Fit für die Praxis" gestartet. Zur Fachkräftesicherung werden unter andrem sieben überregionale Recruitingmessen besucht, darunter die Industriemesse in Hannover, ein Fachkräftetag veranstaltet, der Regionalwettbewerb "Jugend Forscht" veranstaltet und drei "career tours" unternommen. Dabei besuchen Studierende der Hochschulen Firmen als künftige Arbeitgeber.

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