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    Karlstadt

    Kreistag: Mehr Geld für Leistungs- und Behindertensport

    Der Landkreis will das Trainingszentrum Main-Spessart stärker fördern. Auf dem Bild: Ein Nachwuchsturner am Barren (Symbolbild). Foto: Thomas Dill

    Es ist die erste Erhöhung seit 25 Jahren: Im kommenden Jahr steigt der Zuschuss des Landkreises Main-Spessart an das Trainingszentrum Main-Spessart um 1000 Euro. Dann bekommen die Turn- und die Leichtathletikabteilungen, aus denen das 1986 gegründete Trainingszentrum besteht, jeweils 8000 Euro Zuschuss im Jahr. Zusätzlich stellt der Landkreis wie schon seit Jahren kostenfrei die kreiseigenen Sportanlagen zur Verfügung.

    Hinter dem Trainingszentrum steht die Idee, talentierte Sportler durch besonders gute Übungsleiter und ein modernes Training zu fördern und zur optimalen Leistung zu führen. Es ist also eine Art "Kaderschmiede" für den Landkreis. Dem Trainingszentrum gehören die Turn- und Sportvereine aus Frammersbach, Hasloch, Wernfeld, Karlstadt, Karlstadt, Karlburg, Wiesenfeld, Lohr, Marktheidenfeld und Zellingen an.

    Der Schulausschuss stimmte der Erhöhung des Zuschusses von 15 000 auf 16 000 Euro im Jahr ab dem Haushaltsjahr 2020 einstimmig und ohne Diskussion zu. Die Förderung war letztmalig 1996 erhöht worden.

    Auch Behinderte profitieren von der Erhöhung

    Von der Jugendsportförderung können künftig auch Vereine profitieren, die Sport für Rehabilitation und Behinderte anbieten. Bisher stand in den Förderrichtlinien, dass mindestens zehn Prozent aller Mitglieder Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 26 Jahren sein müssen. Das ist bei dem Rehabilitationssportverein, der in diesem Jahr erstmals einen Förderantrag einreichte, nicht der Fall. Allerdings ändere der Freistaat Bayern kürzlich seine Förderrichtlinien, an die sich der Landkreis rechtlich "anlehnt" und schloss Vereine, welche sich der Pflege des Behinderten- und Rehabilitationssports widmen, von der Altersregelung aus.

    Auch in den Jugendsportförderrichtlinien des Landkreises Main-Spessart heißt es künftig: "Bei Vereinen, die sich der Pflege des Behinderten- und Rehabilitationssports widmen, entfällt der vorgeschriebene Jugendanteil. Sie erhalten eine Förderung für alle Mitglieder, auch wenn es keine Mitglieder im Alter bis einschließlich 26 Jahre gibt.

    Kreisrat Walter Höfling fragte nach dem Beschluss, ob der Rehasportverein nicht schon in diesem Jahr den Zuschuss erhalten könnte. Darauf antwortete Landrat Thomas Schiebel, er könnte das durchaus als laufendes Amtsgeschäft verfügen und ergänzte: "Vielleicht werden Sie mich dafür nicht zu sehr rügen, es geht ja nur um 250 Euro."

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