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    Kreuzwertheim

    Kreuzwertheim bleibt schuldenfrei

    Auch der Umbau im Fürstin-Wanda-Haus gehört zu den Investitionen, die im Haushalt des Marktes Kreuzwertheim verankert sind. Vorgesehen sind die Maßnahmen hier im Jahr 2020. Foto: Elmar Keller

    Fast sieben Monate sind vergangen, jetzt ist der Haushalt des Marktes Kreuzwertheim für das Jahr 2019 unter Dach und Fach. Trotz großer Investitionen bleibt die Gemeinde weiter schuldenfrei.

    Unter dem Strich sei der Etat „ein überzeugendes Angebot für eine von einer breiten Mehrheit getragene Sachpolitik ist und für eine gute Zukunft unserer Gemeinde steht“, sagte Bürgermeister Klaus Thoma in seiner Haushaltsrede in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Auch die Sprecher der einzelnen Fraktionen zeigten sich zufrieden.

    Das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 13,009 Millionen Euro war Anfang Juni vom Finanz- und Kulturausschuss vorberaten und überarbeitet worden. Thoma ging in seiner Haushaltsrede auf die wichtigsten Kennziffern noch einmal ein. So hat sich die vorgesehene Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in den vergangenen Jahren deutlich reduziert und zwar von einem Planansatz von 363 400 Euro in 2018 auf 94 800 Euro aktuell.

    Grund- und Gewerbesteuer sind rückläufig

    Allerdings, auch darauf wies der Bürgermeister hin, fiel die tatsächliche Zahl im Rechnungsergebnis bislang immer – und das meist deutlich – höher aus als vorgesehen. 2018 zum Beispiel wird sie wohl bei mehr als 820 000 Euro liegen, was ebenfalls erheblich weniger ist als in der jüngeren Vergangenheit. Rund 40 Prozent der Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalt entfallen wieder auf die Umlagenzahlungen. Auch für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand muss einmal mehr tief in die Tasche gegriffen werden, während die Personalausgaben sinken.

    Rückläufig sind die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer. Hier werden knapp 2,43 Millionen Euro erwartet, gegenüber einem Ansatz von über drei Millionen Euro im vergangenen Jahr. „Für unsere Gemeindegröße beträchtlich“ ist die Höhe der Rücklage, die derzeit noch bei rund 5,85 Millionen Euro steht. 2018 mussten rund 600 000 Euro aus dem Sparstrumpf entnommen werden, geplant waren über eine Million Euro mehr. Auch in Zukunft wird man um Rücklagenentnahmen nicht herumkommen, angesichts laufender oder geplanter Investitionen etwa für die Turnhalle Röttbach, den Kindergarten Birkenstraße, den Neubau der Hochbehälter für die Wasserversorgung, das Fürstin-Wanda-Haus und vielem anderen mehr, das der Bürgermeister aufzählte.

    Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen

    Und doch ist die Marktgemeinde seit dem 1. August 2014 schuldenfrei und will dies auch weiter bleiben. Eine Kreditaufnahme ist jedenfalls im Haushalt nicht vorgesehen.  Und so spiegelt dieser Etat „wider, dass Kreuzwertheim alles in allem sehr gut dasteht“, bilanzierte Thoma abschließend. Angesichts konjunktureller Eintrübungen und daraus resultierender rückläufiger Steuerschätzungen, „die auch bei der Marktgemeinde durchschlagen und zwar etwas rascher als erwartet“, gelte es aber „mit Argusaugen auf die laufenden Ausgaben und auf die in Zukunft schon geplanten Investitionen zu schauen“, so der Bürgermeister.

    Nach den Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen wurden die Haushaltssatzung und der Etat mit seinen einzelnen Bestandteilen vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

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