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    Lohr

    Künstlerbiografien im Doppelpack

    Am Samstag, 17. November, zeigen die Vhs Lohr und das Stattkino zum Gedenken an den 100. Todestag des Künstlers Egon Schiele "Tod und Mädchen" um 19.30 in der Alten Turnhalle Foto: Alamode Film

    Am Samstag, 17. November, zeigen die Vhs Lohr und das Stattkino Lohr zum Gedenken an den 100. Todestag des Künstlers Egon Schiele den Film  "Tod und Mädchen" von Dieter Berner um 19.30 Uhr in der Alten Turnhalle. Am Mittwoch, 21. November, zeigt das Stattkino dann im Kulturkeller des Weinhaues Mehling die Biographie der Zeitgenossin Paula Moderson-Becker den Film "Paula - Mein Leben soll ein Fest" sein um 18 und 20.30 Uhr.

    Beide Veranstaltungen wird der Lohrer Künstler Hartwig Kolb mit Einführungen in Leben und Werk des Malers und der Malerin begleiten.

    "Egon Schiele - Tod und Mädchen" erzählt Episoden aus dem Leben des österreichischen Malers Egon Schiele, der am 31. Oktober 1918 mit 28 Jahren an den Folgen der spanischen Grippe  gestorben ist. Neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zählt er zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Wiener Moderne. Der Film lässt diese Zeit und die Beziehung von Schiele zu fünf für ihn bedeutenden Frauen aufleben und ist zugleich ein episches Zeitbild . Er "erarbeitete" sich einen Ruf als provokativer Künstler, seine Werke wurden von der Wiener Gesellschaft als skandalös betrachtet, er wird wegen angeblicher Schändung einer Dreizehnjährigen vor Gericht gestellt. Egon verliebt sich in Wally Neuzil, die er im titelgebenden Gemälde "Tod und Mädchen" verewigt. Das Drehbuch entwickelte Hilde Berger zusammen mit Regisseur Dieter Berner ausgehend von ihrem biografischen Roman "Tod und Mädchen: Egon Schiele und die Frauen".

    Der Film Paula von Christian Schwochow, mit dem Untertitel "Mein Leben soll ein Fest sein", orientiert sich am realen Leben Paula Modersohn-Beckers während ihrer Zeit in Worpswede und in Paris. Modersohn-Becker war eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus - in einer Zeit, in der "Frauen können keine Malerinnen werden" als gegeben galt, und  auch ihr Lehrer  in der Künstlerkolonie Worpswede hat nur Verachtung übrig für Frauen, die sich mit dem Pinsel angeblich nur die Langeweile vertreiben: Die Geburt sei der einzige Akt der Schöpfung, zu dem eine Frau fähig sei.  Doch Paula ist unangepasst, widersetzt sich den Konventionen ihrer Zeit und geht nach Paris.  Für alle, die es ernst mit der Kunst meinten, gab es um 1900 nur ein leuchtendes Ziel: Paris." Paula Modersohn-Becker ist im November 1907 im Alter von 31 Jahren ebenfalls jung gestorben. In den knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1000 Zeichnungen und 13 Radierungen.

    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

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