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    Stetten

    Laientheater: Der Mönch, der mit "Ach, Schätzelein" punktet

    Kein Wunder, dass die Halle rappelvoll war: Die Stettener Laienschauspieler präsentierten sich textsicher, souverän und witzig. Das Publikum wusste das zu schätzen.
    Alle neun Schauspieler begeisterten mit viel Witz und Charme das Publikum Foto: Monika Riedmann

    Spritzig und urkomisch war die Aufführung der Laienspielgruppe Stetten, die am Wochenende ihr neues Stück "Wir sind alle kleine Sünderlein!" präsentierten. In der vollen Mehrzweckhalle lieferten die Schauspieler um Regisseur Hubert Schraut und Theaterchefin Monika Riedmann eine hervorragende Vorstellung in drei Akten und begeisterten so ihr Publikum.

    Im Mittelpunkt der Kriminalkomödie stand die urige, aber gemütliche Pension "Zum Schatzkästchen" und ihre Besitzerin Luise Schatz. Gespielt wurde die betagte Dame von der erfahrenen Laienspielerin Monika Wurm, die ihre Figur gewohnt humorvoll in Szene setzte. Gekonnt mimte sie die kluge Pensionsbesitzerin, die sich auf kreative Art und Weise gegen ihre Nachbarn behaupten muss.

    Scharf auf den Goldschatz Napoleons

    Diese hatten nämlich ein Auge auf Luises Pension geworfen und wollten sich das "Schatzkästchen" mit allen Mittel unter den Nagel reißen. Vor allem der Hotelbesitzer Schorsch Moser hatte ein Interesse an Luises Haus, um so sein eigenes Hotel zu vergrößern. Aber auch Bürgermeister und Sparkassen-Chef Hugo Schlotter war auffällig oft zu Besuch und besonders interessiert an der Legende über den Goldschatz Napoleons, der in Luises Gewölbekeller liegen sollte.

    Dargestellt wurde das listige Duo von Burkard Amthor und Armin Schießer. Die beiden Laienspiel-Urgesteine glänzten auch diesmal wieder in ihren Rollen und inszenierten mit viel Witz und trockenen Sprüchen ihre Jagd nach Luises Häuschen. Unterstützt wurden sie dabei von den Nichten der Pensionsbesitzerin, Wilma und Jolante Geierling. Beide waren ganz verzaubert von Schorsch und Hugo und würden scheinbar alles für sie tun - auch ihre eigene Tante hintergehen.

    Lacher für die rabiate Wilma und die naive Jolante

    Die rabiate Wilma, verkörpert von Pia Sauer, und die naive Jolante, gespielt von Christine Graf, wurden so zu Komplizinnen im Komplott gegen Luise und ihr "Schatzkästchen". Die beiden Schauspielerinnen gaben eine einwandfreie Vorstellung ab und brachten das Publikum regelmäßig zum Lachen.

    Mit dabei war auch wieder die Stettner Weinprinzessin Annika Burkard. Textsicher und äußerst charmant schlüpfte sie in die Rolle des Zimmermädchens Karoline, die Luise stets zur Seite stand und nicht nur das Herz von Hotelier Schorsch höher schlagen ließ.

    Schließlich tauchten auch noch die drei Mönche Felixinix, Maximus und Nixnutzius bei Luise auf und mieteten sich bei ihr ein. Sie seien auf dem Weg nach "Santa Kompost Nutella" und suchten einen Platz zum Rasten nach ihrer anstrengenden Reise "per pedes". Niemand ahnte, dass sich hinter den Mönchskutten drei entflohene Häftlinge verbargen, vor denen im Radio gewarnt wurde.

    Dann ging's nur noch drunter und drüber

    Nach ihrer Ankunft ging es in Luises "Schatzkästchen" nur noch drunter und drüber. Dargestellt wurden die drei von Matthias Bauer, der dem gemeinen Felix auf gewohnt lässige Weise Leben einhauchte und von Christian Köhler, dessen Figur Max sich doch tatsächlich in die schöne Karoline verliebte.

    Auch Michael Deißenberger glänzte in einer der exzentrischsten Rollen des Stücks. Er gab den dritten Häftling Paul, der am liebsten nur noch Paulinchen genannte werden will. Seine betont offenherzige Art und sein "Ach, Schätzelein" wurde vom Publikum mit Lachern honoriert.

    Alle neun Schauspieler lieferten auch in diesem Jahr wieder eine tadellose Leistung ab. Textsicher und mit viel Freude brachten sie die Geschichte der "kleinen Sünderlein" auf die Bühne und erhielten dafür viel Lob und Applaus am Ende der Vorstellung.

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