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    Karlstadt

    Landkreis kauft für den Naturschutz bedeutsame Fläche

    Weit mehr "naturschutzfachlich besonders wertvolle Grundstücke" als im Haushalt eingeplant kaufte das Sachgebiet  "Naturschutz, Jagd und Fischerei" seit Jahresbeginn. Der Kreisausschuss genehmigte einstimmig die Überschreitung des mit 62 000 Euro veranschlagten Produktkontos des Naturschutzes um 52 475 Euro.

    Der größte Teil der Mehrausgaben entfällt auf rund 2,6 Hektar im Naturschutzgebiet "Mäusberg, Rammersberg und Ständelberg" (Karlburg und Wiesenfeld). Dabei handelt es sich um insgesamt 60 Grundstücke, die ein Ehepaar im Jahresverlauf anbot. Der Landkreis wird zum Kauf aus dem Bayerischen Naturschutzfonds eine Förderung von 75 Prozent der Gesamtkosten erhalten, was 44 000 Euro entspricht.

    Bei der Ausweisung der "Sackenbacher Wiese" bei Lohr als geschützter Landschaftsbestandteil kaufte der Landkreis aus taktischen und politischen Überlegungen insgesamt 18 Grundstücke von 13 Eigentümern. Hierfür gibt es bereits einen Zuwendungsbescheid des Bayerischen Naturschutzfonds über 24 240 Euro, was ebenfalls 75 Prozent der Gesamtkosten sind. Erhalten wird der Landkreis diese Fördermittel im Jahr 2020.

    Die restlichen Grunderwerbskosten (rund 23 300 Euro) entstanden durch Ausübung des gesetzlichen Vorkaufsrechts. Ansonsten hieß es im Kreisausschuss, dass vom Sachgebiet "Naturschutz" derzeit aktiv nur Grundstücke über das Bayern-Netz-Natur-Projekt "Lebensräume auf Kalkstandorten im Landkreis Main-Spessart" kauft und sich ansonsten passiv verhalte, bis hin zum Verzicht auf angebotene Grundstücke. Dass im laufenden Jahr unvorhergesehen bedeutsame Grundstücke angeboten werden, könne dennoch passieren.

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