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    Karlstadt

    Laudenbach: 38 000 Euro für die Entsorgung von Teer

    Der Straßenaufbruch stammt von der Heldstraße. Sie soll nun auf ganzer Länge untersucht werden.
    Die Kanalbaustelle in der Laudenbacher Heldstraße.
    Die Kanalbaustelle in der Laudenbacher Heldstraße. Foto: Armin Marschall

    Einstimmig hat der Bauausschuss des Karlstadter Stadtrats beschlossen, den belasteten Straßenaufbruch aus der Laudenbacher Heldstraße in der Deponie Wirmsthal von der Firma Sachs (Burgsinn) entsorgen zu lassen. Für die schätzungsweise 215 Kubikmeter – entspricht 385 Tonnen – werden voraussichtlich rund 38 000 Euro anfallen. 

    Das Material wurde bei der Auswechslung der schadhaften Kanalstücke in der Heldstraße aufgebrochen. Die oberen 15 Zentimeter der Asphaltschicht waren teerhaltig – mit mehr als 1300 Milligramm pro Kilogramm. Der Aufbruch wurde bei der Mehrzweckhalle zwischengelagert und beprobt. Aufgrund dieser Erfahrung sollen in der gesamten Heldstraße Baugrunduntersuchugnen vorgenommen werden.

    Beratung zum Einsparen von Energie

    Die Stadt Karlstadt gehört zu den zehn Gemeinden in Unterfranken, die eine kostenlose Initialberatung in einem Energiecoaching bekommen. Das Ergebnis stellte Andreas Mitesser von der Energieagentur Unterfranken im Bauausschuss vor.

    Er schlägt beispielsweise vor, beim historischen Rathaus im Dachgeschoss eine Lüfungsanlage zu installieren, und plädiert für eine stromsparende Beleuchtung in Treppenhaus und Flur. Auch bei der Grundschule Wiesfneld sollte die Beleuchtung erneuert werden. In der Karlburger Karolingerhalle könnte man die Heizungsverteilung umbauen und die Pumpen optimieren. Im Bürgerhaus Gambach sollte die Decke zum Dachraum hin gedämmt werden. Dies sind nur einige Beispiele seines Katalogs von Vorschlägen.

    Stadtrat Gerhard Kraft meinte, Karlstadt könnte das Thema forcieren und "Klimagemeinde" werden. Bürgermeister Paul Kruck warnte: "Erst laden wir uns so viel auf – und am Jahresende bei der Haushaltsberatung plärrt alles." In die Bürgerhäuser zu investieren sei zum Beispiel nicht sinnvoll, weil sie nur an 20 Tagen im Jahr gebraucht werden.

    Dach der Karolingerhalle aus Aluminium

    Der Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat, den Auftrag für das Dach der Karolingerhalle an die Karlburger Firma Ehrenfels zu vergeben. Vor dort kam das mit knapp 161 000 Euro günstigste Angebot. Der Mitbewerber hatte die Arbeiten für knapp 246 000  Euro angeboten mit der Begründung, er müsse sich erst Maschinen und Geräte anschaffen und habe keine Erfahrung mit der Art der Eindeckung. Die Halle soll mit Alu-Stucco-Material eingedeckt werden. Ursprünglich war Trapezblech vorgesehen.  Doch Alu-Stucco ist haltbarer und eignet sich für eine künftige Bestückung mit einer Solaranlage.

    Einstimmig ist der  Bauausschuss einverstanden mit einer sogenannten Befreiung vom Bebauungsplan zum Bau einer Garage auf dem Grundstück Außerm Pfarrgarten 7a in Wiesenfeld. Anstelle der bisherigen beiden Stellplätze solle eine Doppelgarage mit den Maßen 6,50 Meter mal 6,50 Meter entstehen. Sie liegt außerhalb des Baufensters. Die Nachbarunterschrift liegt nicht vor. Der Abstand zur Grundstücksgrenze beträgt 60 Zentimeter.

    Zum Leerstandsmanagement in Karlstadt soll eine Person 15 bis 18 Wochenstunden im Gründerzentrum tätig werden – zeitlich auf drei Jahre befristet. 80 Prozent der Kosten sind über das Programm "lebendige Zentren" förderfähig. In einer der nächsten Sitzungen soll die Vergabe erfolgen. Stadtrat Hans- Joachim Stadtmüller merkte an: "Wir wissen selbst, wo was leersteht." Der Internethandel sei das Hauptproblem. Wichtig sei die Bereitschaft der Hauseigentümer, zu marktüblichen Preisen zu vermieten. Bürgermeister Paul Kruck: "Es könne aber sein, dass ein Externer für das Turmkaufhaus jemanden anschleppt, auf den wir nie kommen würden."

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    Bearbeitet von Karlheinz Haase

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