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    Seifriedsburg

    Leserbrief: Lassen wir doch Felbingers "Resozialisierung" zu

    Zum Artikel "Wieder Stühlerücken im Stadtrat" vom 9. Oktober erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

    Auch ich erachte Günther Felbingers strafbares und inzwischen verurteiltes Verhalten für nicht gut. Was mich aber stört: Sobald der Name Günther Felbinger erscheint, ist es immer wieder die alte, fast schon systematische "Leier". Günther Felbinger könnte einen Menschen aus dem Main retten, ich wette, sein abgeurteiltes Fehlverhalten würde wieder breitgetreten. Finde ich nicht gut, wenn ich, wie gesagt, sein Fehlverhalten auch nicht rechtfertigen kann. Meine Bitte: Lassen wir doch seine „Resozialisierung“ zu! Genau diese Resozialisierung will nämlich auch unsere FDGO, unser Rechtsstaat.

    Ich halte ich es wegen der Fehlpolitik der letzten 25 Jahre in Gemünden für fatal, einer örtlichen Gruppierung, die sich offiziell dem Sparzwang unterworfen hat, mit dem Beitritt von Karl Ditterich vier oder mehr Fraktionssitze zuzumuten. Alternativ hätte Karl Ditterich bis zum Ende der Wahlperiode, bzw., wenn er weiter Stadtrat sein möchte bis zur Listenfindung für die Wahlperiode 2020-2026 mit seinem Wechsel warten können; er wurde schließlich als FWG-Kandidat gewählt. Auch unter diesem Umstand hätte er seinen Anstand gewahrt, viel glaubhafter, konsequenter  als mit einem Austritt zum gegenwärtigen Zeitpunkt. So ist es Wahlkampf zu Gunsten des BfB.

    Demokratie sollte hier ihre Grenzen haben – gerade im Sinne der Demokratie. Nicht umsonst und als historisches Konstrukt gibt es die „Fünf-Prozent-Hürde“ bei Bundes- und Landtagswahlen. Im Sinne einer FDGO. Ein „Seifriedsburger Rathaus“ ist für mich in Gemünden nicht denkbar! Seifriedsburg lebte als Stadtteil von Gemünden bis 1994 ganz gut, kommunale Politik gab es zu Gunsten des dörflichen Friedens nur noch im „Mikrokosmos“. Die Entstehung des BfB ist ein Resultat der Gemündener Fehlpolitik ab 1994. Ihr selbst auferlegter Sparzwang wird zu einer weiteren Verarmung, auch sozialen, von Gemünden führen.

    Gemünden braucht endlich wieder Investitionen, Gemünden braucht Arbeitsplätze und Innenstadtbelebung und endlich die Schiffsanlegestelle!! Ich weiß, mit diesem Leserbrief mir nicht nur Freunde zu machen und wollte ihn aus Angst vor Repressalien erst gar nicht schreiben. Ich hoffe, man ist mir wohlgesonnen und man sieht diesen Leserbrief wirklich nur politisch und nicht persönlich!

    Werner Müller
    97737 Seifriedsburg

    Bearbeitet von Joachim Spies

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