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    Marktheidenfeld

    Leserbrief: "Macht die Innenstadt endlich attraktiv"

    Zum Artikel "Stadtrat gibt sich einjährige Denkpause" vom 12. Oktober:  

    Zum Beschluss des Marktheidenfelder Stadtrates zur Verschiebung der schon beschlossenen Erweiterung des Mehrgenerationen-Spielplatzes und der aktuellen Diskussion in der Innenstadt habe ich folgende Meinung.

    Für mich ist dieser Beschluss reine Wahlkampftaktik der CSU und der SPD, damit alles beim alten bleibt. Die CSU mit ihrem angeblich unabhängigen Bürgermeisterkandidaten folgt nur ihrem Klientel und laut „schreienden“ Bürgern, die sicherlich nicht in der Mehrzahl sind. Die SPD mit der einzigen „angeblich“ Grünen Stadträtin verfolgt die Taktik der Bundes-SPD, Hauptsache niemandem wehtun und nichts entscheiden.

    Warum sollen die Jugendlichen aus der Innenstadt Richtung Jungendzentrum vertrieben werden? Weil es zu gefährlich für die benachbarten Kleinkinder ist. Blödsinn! Viel gefährlicher ist der zum Teil hoch rasende Autoverkehr auf der sogenannten illegalen Baustraße. Da bleibt eigentlich nur, sofort die Baustraße zu machen und der Jugend ein neues Refugium in der Innenstadt zu errichten.

    Wieso stehen in der Innenstadt so viele Geschäfte leer und wieso gibt es so wenig Gastronomie, die zum Teil ihre Öffnungszeiten immer mehr einschränken? Nicht weil man in Marktheidenfeld überall mit den Auto hinfahren kann, sondern weil unsere Innenstadt unattraktiv und zum Teil für Fußgänger und Radfahrer wegen des Autoverkehrs gefährlich ist. Wir und besonders die Stadträte sollten in die umliegenden Städte wie Lohr, Wertheim und Karlstadt schauen, da gibt es so gut wie keine Leerstände und dem Einzelhandel und der Gastronomie geht es gut. Also macht unsere Innenstadt endlich lebens- und liebenswert, in dem der Autoverkehr, bis auf Anwohner, Krankentransporte und Lieferverkehr, aus der Stadt verbannt wird. Fußgängerfreundliche und sogar kostenlose Parkplätze gibt es zentrumsnah genügend. Den Mainparkplatz nur für Anwohner und Hotelgäste freihalten, so wie schon beschlossen, und nicht wie irgendwelche Mitbürger behaupten, dass er sogar ganz geschlossen wird!

    „In Marktheidenfeld da geht’s dir gut“– das stimmt, aber nur weil wir genügend Steuereinnahmen von den großen Firmen und der Industrie haben und nicht durch Verzögerungen von Entscheidungen des Stadtrates. Ich persönlich arbeite als Meister in einer großen Firma in Marktheidenfeld und alle bei uns in den letzten Jahren eingestellten Ingenieure und Führungskräfte ziehen nicht nach Hädefeld, sondern lieber nach Würzburg oder Aschaffenburg, weil nach ihrer eigenen Aussage in Hädefeld nichts los ist. Wenn bei mir in der Firma Entscheidungen immer verschoben und vertagt würden, wäre unser Werk in Marktheidenfeld sicherlich schon lange geschlossen. Die Denkpausen dauern bei uns nicht länger als eine Woche.

    Mein Wunsch an die Stadträte aller Parteien: Haltet für alle Bürger zusammen und macht die Innenstadt endlich attraktiv, weil wir haben eine schöne Innenstadt. Verbannt den Autoverkehr aus der Innenstadt, errichtet Barrieren wo es möglich ist und handelt für alle Bürger und nicht nur für die lauten Schreihälse, die zum Teil laut Donald Trump nur „Fakenews“ verbreiten. Auch die Klientelpolitik muss aufhören. Es wohnen in Marktheidenfeld nicht nur etwa 2500 Leute, die zum Großteil falsch und unrichtig informiert worden sind und dadurch auf Unterschriftenlisten gegen die angebliche Schließung des Mainparkplatzes unterschrieben haben. Es gibt insgesamt rund 11 500 Mitbürger und dabei viele Kinder und Senioren, die sich gerne ohne störenden Autoverkehr in der Stadt bewegen möchte.

     

    Franz Bils
    97828 Marktheidenfeld

    Bearbeitet von Michaela Stumpf

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