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    Marktheidenfeld

    Leserforum: Gegen mehr spielende Kinder?

    Zum Artikel "Überraschende Demo am Mainkai" in der Ausgabe vom 3. August erreichte uns folgende Zuschrift.

    Jeder vernünftig denkende Mensch ist für mehr spielende Kinder.

    Die „überraschende Demo“ am Mainkai und das auf einem Foto Ihrer Samstagsausgabe zu sehende Transparent „Für mehr spielende Kinder – gegen die illegale Baustraße“ vermittelt den Eindruck, dass man etwas gegen spielende Kinder hat, wenn man für die Beibehaltung der Baustraße ist. Folgt man dieser „Logik“, müssten in unserem Land viele Straßen geschlossen werden, die an Spielplätzen vorbeiführen. Und wozu gibt es dann überhaupt „verkehrsberuhigte Zonen“?

    Man sollte diejenigen, die jetzt (warum gerade jetzt?) die Schließung der Baustraße fordern, einmal fragen, wie sie 2011 zu einem Antrag im Stadtrat standen, der sich dafür aussprach, die Planung des Spielplatzes südlich der Baustraße – und damit in sicherer Entfernung von ihr - auszuführen. Wäre dieser Antrag angenommen worden, gäbe es heute keine Diskussion um die Gefährdung spielender Kinder. Warum entdecken die Organisatoren der Demo erst heute die drohende Gefahr? Wer damals mitverantwortlich für den jetzigen Standort des Spielplatzes war, wirkt bei einer Forderung zur Schließung der Baustraße unglaubwürdig. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich unter diesem Gesichtspunkt ein Urteil über die Aussage „Die Baustraße gefährdet spielende Kinder“ zu bilden.

    Ist es nicht vielmehr so, dass hier spielende Kinder für einen politischen Zweck (Diskussion um die Schließung des Mainkai-Parkplatzes!)  instrumentalisiert werden? Denn eines ist klar: Wird die Baustraße als Zufahrtsstraße für den Parkplatz am Mainkai gesperrt, führt der gesamte zu- und abfließende Parkverkehr durch den Altstadtbereich Untertorstraße/Marktplatz/Fahrgasse. Das kann niemand wirklich wollen und würde letztendlich auf eine Schließung des Mainkai-Parkplatzes hinauslaufen.

    Joachim Kötter
    97828 Marktheidenfeld

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    Bearbeitet von Andreas Köster

    Kommentare (1)

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