• aktualisiert:

    Höllrich

    Leserforum: Genialer Titel und Schachzug

    Leserbrief zu dem Artikel „Volksbegehren: MSP unter Bayern-Schnitt“ vom 14. Februar:

    Puh, das ist eine harte „Klatsche“ für die Einwohner der Gemeinden Karsbach, Thüngen, Schollbrunn und vor allem Rechtenbach! Einstellige Prozentzahlen beim so „smarten und hippen“ Volksbegehrenthema „Rettet die Bienen“. Sitzen hier die schlimmsten Naturfrevler, die „dümmsten Bauern“, haben nichts für die Bienen über, besitzen die größten zugepflasterten Steingärten und wollen mit Natur- und Umweltschutz nichts zu tun haben? – Mit Sicherheit nicht!

    Glückwunsch an die Initiatoren des Volksbegehrens. Mit 18,4 Prozent haben sie alles richtig gemacht! Mit der überaus klugen Strategie, die besten drei Wörter des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ möglichst fett auf die Plakate zu drucken und dadurch sehr viele Menschen auf der Gefühlsebene zu treffen, war ein überaus genialer Schachzug, aber bis jetzt lediglich für den politischen Erfolg der initiierenden Parteien. Immerhin steht ja in der nächsten Zeit die Europawahl vor der Tür,und da zählt jede Stimme.

    Ich persönlich behaupte jedoch, dass von den 18,4 Prozent keine 15 Prozent der Unterzeichner das gesamte Volksbegehren bis zum Schluss gelesen und geschweige denn sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Das ist schade, denn zu wichtig ist dieses Thema für uns Menschen unsere Umwelt unsere einzige Natur!

    Zu wünschen wäre, dass die von mir in Ansatz gebrachten 15 Prozent „Unterschriftenleister“ des Volksbegehrens sich mit der Gesamtmaterie nochmals auseinandersetzen, denn „Rettet die Bienen“ war lediglich die geniale fett gedruckte, politisch ausgeschlachtete Überschrift und nicht der Gesamtinhalt.

    Viel wichtiger ist, das sich jeder von uns über „Rettet die Bienen“ selbst Gedanken macht, sich selbst in die Verantwortung nimmt und vor der „eigenen Türe“ kehrt. „Rettet die Bienen“ nicht nur sagen, sondern auch machen! Naturschutz und Schutz von Artenvielfalt fängt im Kleinen an, nicht auf fett gedruckten Plakaten politischer Parteien, die zum Beispiel auf den Marktplätzen vor den Rathäusern mit klug formulierten Fragestellungen die Menschen auf der Gefühlsebene zur Unterschrift „drängen“ (so ist es mir persönlich passiert).

    „Rettet die Bienen“, das nehmen wir im Ortsteil Höllrich ernst! Der Gartenbauverein organisiert in diesem Jahr ein Bienenweidenaussäen. Jeder Haushalt im Ort bekommt den Samen für den eigenen Bienenteppich auf seinem Grundstück gespendet. Wir nehmen den Aufruf ernst und wollen die Bienen retten – wenigstens ein Anfang.

    Axel Höfler
    97783 Karsbach-Höllrich

    Bearbeitet von Gabriele Haupt

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (1)

      Kommentar Verfassen

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!