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    Triefenstein

    Leserforum: Von Blumenwiese kann sich kein Mensch ernähren

    Zum Leserbrief "Glyphosat und Blumenwiesen" vom 13. August erreichte uns folgende Zuschrift: 

    Den Leserbrief von Herrn Friedel sehe ich als eine Unverschämtheit und eine Diskriminierung des Berufsstandes der konventionellen Landwirtschaft.

    Die sogenannten "Grünen" schaffen es tatsächlich immer wieder die Landwirtschaft in "die Guten" und "die Bösen" aufzustellen.

    Wer bekommt denn die meisten Subventionen? Das sind die Umsteller und die Biobauern "die Guten". Es wird wohl noch mehr Biobetriebe in nächster Zeit geben - der finanzielle Anreiz ist meines Erachtens bei den meisten Umstellern der Anlass, nicht die Überzeugung! Und wäre die gesamte Landwirtschaft auf Bio umgestellt, würde es den "guten" Landwirten ebenso ergehen, dass der Preis im Keller ist und man nicht mehr existieren könnte. Ganz davon zu schweigen, dass mit dem Mindererträgen die wachsende Weltbevölkerung nicht mehr ernährt werden könnte, weil man dann auch im Supermarkt, wo ja zur Zeit in den Augen der Bevölkerung "alles wächst", nicht mehr die Übermengen vorhanden sind.

    Von der schönen Blumenwiese - von denen es überall noch genug gibt - kann sich kein Mensch ernähren.

    Aber vielleicht muss es mal wieder so weit kommen, dass der Berufsstand wertgeschätzt wird und nicht immer zum Buhmann der Nation erklärt wird.

    Bezweifeln möchte ich zudem, ob Herr Friedel jemals das Arbeiten und Leben eines konventionellen landwirtschaftlichen Betriebs erlebt hat.

    Die Subventionen für die Landwirtschaft wurden noch nie für die Bauern bezahlt, damit es denen gut geht, sondern für die Absicherung der Erzeugung von Grundnahrungsmitteln im eigenen Land, um nicht nur vom Ausland abhängig zu sein. Die Tatsache, dass täglich bäuerliche Betriebe ihre Tore für immer schließen, hat zur Folge, dass durch die freiwerdenden Flächen erst Großbetriebe entstehen können.

    Ursula Dornbusch
    97855 Triefenstein

    Bearbeitet von Andreas Köster

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