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    Himmelstadt

    Lichterzauber in Himmelstadt

    Die lauschige Ecke unter dem illuminierten Baum lud zum Verweilen ein. Foto: Günter Roth

    Sechs Gärten, so unterschiedlich wie ihre Besitzer, lockten am vergangenen Wochenende mehrere tausend Besucher nach Himmelstadt, wo sie auf beiden Seiten des Mains am frühen Abend ein blühendes Dorf und nach Einbruch der Dämmerung bei einem wahren Lichterzauber die Gärten bei Nacht erleben konnten.

    Da war beispielsweise der kleinste Garten in der Fischergasse – gerade mal so groß wie ein Innenhof – der aber mit viel Charme auf begrenzter Fläche ein anmutiges Ambiente erzeugte und besonders später bei Beleuchtung zum Verweilen einlud.

    Der Zauber der Nacht lockte in Himmelstadt mit Wasser und Licht. Foto: Günter Roth

    Im Gegensatz dazu stand der überwältigende "Zaubergarten" der Familie Steinmetz in der Unteren Ringstraße, der auf knapp 2500 Quadratmetern mit einer beispiellosen Komposition aus professionell gestaltetem Landgarten und mit einer Fülle von wohldurchdachten Details den Besucher in seinen Bann schlägt. Ein Wechsel aus Nutzgarten, beispielsweise mit Obstbäumen, dann wieder Flächen zum Lustwandeln, verschwiegene Ecken mit Teich und Wasserrosen und überall eine neue Überraschung mit Feuer und Licht.

    Blockhütte und Pool

    Gleich nebenan führten Lichterketten die Besucher entlang des ehemaligen Treidelpfades am Main, wo zwischen den Wohnhäusern der Schrebergarten der Familie Pfister liegt. Obwohl er eher als Nutzgarten angelegt ist, bezauberte hier das heimelige Ambiente zwischen Blockhütte und Pool.

    Als ein Kleinod, das von der Mainstraße aus nicht als solches erkennbar ist, erwies sich der Hof-Garten der Familie Führer, der mitten im Dorf gewissermaßen ein grünes Wohnzimmer ist: Eine lauschige Ecke neben einem alten, knorrigen Baum, eine Hütte, die auch einmal schnell zu kleinen Kunstgalerie wird und beleuchtete Pfade zwischen Rabatten, die zu geruhsamen Sitzmöglichkeiten führen. Als ungewöhnliche, pfiffige Idee gab es für müde Gartenwanderer das fahrbare Bett – eine Matratze auf einer Anhängerfläche.

    Bewirtung, Kunst und Krempel

    Der "NaturSchauGarten" des Landkreises Main-Spessart und der Gemeinde Himmelstadt an der Mainlände ist zwar eigentlich ganzjährig frei zugänglich und lädt während der Saison unzählige Radwanderer mit Schautafeln und informativen Gestaltungsinseln zum Verweilen ein, im Abendlicht aber entstand hier durch eine Vielzahl von Fackeln, Feuertöpfen und Lichterketten ein magischer Ort.

    Gleich nebenan liegt die Schrebergartenanlage der Familie Gudrun Mehling, die auch ein geschicktes Händchen bei der Balance zwischen sachlichem Nutz-, Freizeit- und Gestaltungsgarten zeigt. Bewirtung, Kunst und Krempel wurde hier zusätzlich angeboten.

    Der kleinste Garten war kaum größer als eine Terrasse. Foto: Günter Roth

    Das Angebot, Gärten bei Nacht erleben zu können, sich von Kerzen, Fackeln und anderen Illuminationen verzaubern zu lassen, hat wie auch in den Vorjahren wieder viele tausend Menschen nach Himmelstadt gelockt. Tagsüber konnte man sich hauptsächlich Tipps und Informationen zur besonderen Gartengestaltung holen, am Abend aber ließ man sich von der Magie der Nacht, des Lichtes und der Natur einfangen.

    Lichter, Natur, Nacht und schöne Gespräche gab es bei der Himmelstadter Gartennacht. Foto: Günter Roth

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