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    Lohr

    Lohrer Iltis hat Befreiungsaktion nicht überlebt

    Die Befreiung aus der Gefangenschaft in einem Kanaldeckel ist gelungen. Doch der Iltis war zu schwach, um zu überleben. Foto: Feuerwehr Lohr

    Die Aktion war alles andere als alltäglich: Mitsamt Kanaldeckel brachten drei Lohrer Feuerwehrleute am 3. Juli einen Iltis zum Tierarzt, damit er ihn befreie. Das wilde Raubtier steckte in einem Loch des Kanaldeckels fest. Nachdem Tierarzt Manfred Zorn ihn betäubt und mit Hilfe künstlichen Geburtsschleims befreit hatte, wurde das Tier zur einzigen Iltis-Auffangstation in Deutschland, zum Retscheider Hof in Bad Honnef Aegidienberg gebracht. 

    Die über 200 Kilometer lange Reise nach Nordrhein-Westfalen überstand der Iltis zwar. In der darauffolgenden Nacht aber ist er gestorben. Bei dem Iltis habe es sich um ein schon älteres Exemplar gehandelt, das schon stark abgemagert und geschwächt gewesen sei, erläuterte Nils Becker auf Anfrage der Redaktion. Es könnte auch ein natürlicher Tod gewesen sein, mutmaßt der Pressesprecher der Auffangstation. "Der Stress hat ihm wahrscheinlich nur den Rest gegeben." Schade sei es wegen der Mühe, die sich alle Beteiligten gegeben hätten. 

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