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    Marktheidenfeld

    Marktheidenfeld schafft seine Parkautomaten ab

    Wird abgebaut: Der Parkscheinautomat in der Luitpoldstraße entlang des ehemaligen Kaufhauses Lermann. Foto: Roland Pleier

    Marktheidenfeld bietet künftig 26 kostenfreie Parkplätze am Rande der Innenstadt an. Die beiden Parkscheinautomaten in der Luitpoldstraße und in der Würzburger Straße werden abgebaut. Auf den zwölf Parkplätzen entlang des ehemaligen Kaufhauses Lermann wird das Parken dann für eine Stunde erlaubt sein, auf den 14 in der Würzburger Straße für zwei. Dies beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig.

    Antrag der Freien Wähler

    Den Antrag für die Luitpoldstraße hatte die Fraktion der Freien Wähler gestellt. Nach der Schließung des Kaufhauses gebe es "keine Notwendigkeit mehr, die bisher gebührenpflichtig bewirtschafteten Parkplätze auch weiterhin so zu betreiben", begründete deren Sprecher Burkard Wagner den Vorstoß. "Damit wollen wir einen Besuch der Stadtmitte mit ihren Geschäften, Dienstleistern und sozialen Einrichtungen sowie deren Erreichbarkeit noch weiter verbessern." 

    "Warum nicht gleich auch den in der Würzburger Straße abbauen?", erweiterte Hermann Menig (SPD) diesen Antrag. Der in der Bronnbacher Straße sei ja schon abgebaut. "Dann hätten wir ja nur noch einen stehen", argumentierte er.

    "Im Prinzip ja", übernahm Christian Menig (CSU) sogar den Wortlaut seines Vorredners und Namensvetters, wollte aber noch wissen: "Was haben die denn im Jahr gebracht?"

    Steilvorlage für die Bürgermeisterin

    Das war eine Steilvorlage für Helga Schmidt-Neder. Denn die Bürgermeisterin hatte ihre Hausaufgaben gemacht: "Mit dieser Frage habe ich gerechnet", schmunzelte sie und packte ihre Zahlen aus. Von 2016 bis 2018 hätten die Parkscheinautomaten in der Luitpoldstraße jährlich 6500 Euro eingebracht. Dem stehen Wartungskosten von monatlich 135 Euro gegenüber, im Jahr also 1620 Euro. "Das hat sich grad so gerechnet." 

    Somit verzichtet die Stadt also allein in der Luitpoldstraße auf rund 4880 Euro im Jahr. Schmidt-Neder bewertete dies als ein "Signal an die Bürger". Auch ihr Stellvertreter Martin Harth kam zu dem Ergebnis "im Grund mehr Aufwand als Nutzen" und pflichtete ihr bei: "Das hat vielleicht auch ein bisschen werbenden Effekt."

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