• aktualisiert:

    Karlstadt

    Mit 90 noch Selbstversorger

    Überbrachten Glückwünsche (von links): Karlstadts Zweiter Bürgermeister Theo Dittmeier, Jubilar Kurt Schubert und Harald Schneider von der SPD Karlstadt.
    Überbrachten Glückwünsche (von links): Karlstadts Zweiter Bürgermeister Theo Dittmeier, Jubilar Kurt Schubert und Harald Schneider von der SPD Karlstadt. Foto: Jürgen Kamm

    Gleich doppelt feierte Kurt Schubert am Wochenende seinen 90. Geburtstag: Morgens bei einem Frühstück an seinem Stammkiosk beim Karlstadter Bahnhof mit zwölf anderen Gästen. Am Nachmittag ging es im Kreise der Familie in einem Lokal in Retzbach weiter.

    Zur Welt kam Kurt Schubert am 19. Oktober 1929 in Karlstadt. Er war das einzige Kind von Alfons und Maria Schubert. Er besuchte die Schule in Karlstadt und wurde danach trotz seines jugendlichen Alters noch von der Wehrmacht in den Krieg geschickt. Nach Kriegsende lernte er Großhandelskaufmann in Würzburg, arbeitete später im elterlichen Geschäft für Haus- und Küchengeräte sowie Landmaschinen in Binsfeld. Dort lernte er auch seine Frau Walburga, geborene Fella, kennen, die er 1960 heiratete. Drei Jahre später kam Tochter Bea zur Welt und er begann als Busfahrer zu arbeiten. Das sollte seine eigentliche Berufung werden.

    "Ungarn, Schweden, Spanien, ich bin insgesamt 1,5 Millionen Kilometer im Ausland gefahren", berichtet er mit strahlenden Augen. Die Fahrten im Linienverkehr, wenn er gerade mal nicht mit einer Reisegruppe unterwegs war, hat er erst gar nicht gezählt. Insgesamt 32 Jahren saß er für die Firmen Steinmetz und Schrauth hinterm Steuer und hat noch heute Kontakt zu seinem ehemaligen Arbeitgeber.

    Aktiv und fidel

    Für die Stadt Karlstadt gratulierte dem Jubilar ihr Zweiter Bürgermeister Theo Dittmaier. "Immer aktiv und freundlich, fidel und am Stammtisch gerne gesehen", wusste er über den Jubilar zu erzählen. Besonders beeindruckte ihn, dass Kurt Schubert noch immer in seiner Wohnung in Karlstadt als Selbstversorger lebt.

    Weil der Jubilar schon 1965 in die SPD eintrat, kamen auch Harald Schneider und seine Frau Heidi Wright zum gratulieren. Die SPD verlieh dem Jubilar, der die frühere "Karlstadter SPD-Riege" wie Otto Ringelmann kannte, schon 2014 die goldene Ehrennadel. Beeindruckt war er von der Lebensfreude des alten Genossen, letztes Jahr etwa ließ er sich die inoffizielle aber feierliche Einweihung der "Roten Allee" in Karlstadt, die es nur zwei Tage und offiziell gar nicht gab, nicht entgehen.

    Weitere Gratulanten schauten unter anderem von der Diakonie und von der Pfarreiengemeinschaft St. Georg in Karlstadt (mit Glückwünschen des Würzburger Bischofs) vorbei.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!