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    Lohr

    Mit dem Motorrad durch den Wilden Westen

    Dirk Schäfer berichtet von seiner Motorrad-Reise durch den "Wilden Westen". Foto: Helena Karl

    Rund 180 Besucher haben sich am Freitagabend die Reportage von Dirk Schäfer über seine Motorradreise durch den Wilden Westen der USA in der Alten Turnhalle angesehen. Die Veranstaltung war der Auftakt zur Reihe »Abenteuer Erleben Live«, die von der Weltenbummlerfamilie Zagel organisiert wird und damit in die fünfte Auflage startet.

    Schäfer kommt aus Essen und ist als Reise- und Motorradfotograf in der ganzen Welt unterwegs. Den Veranstalter Frank Zagel kennt er aus den vernetzten Abenteurerkreisen, berichtet der 55-Jährige. Für ihn sei es der erste Besuch in Lohr. Auch seine Arbeit sei aus einer Verkettung von Zufällen heraus entstanden.

    Skurrile Leute getroffen

    Eigentlich arbeitet er als Bauingenieur, konnte seine Leidenschaft für Fotografie, Reisen und Motorradfahren aber irgendwann zu seinem Hauptberuf machen, so Schäfer. Mittlerweile sei er seit 25 Jahren in diesem Bereich tätig und veröffentlicht seine Arbeiten auch in Magazinen.

    »Es macht einfach Spaß auf der Bühne«, sagt der 55-Jährige über seine Show. Zu sehen waren Bilder und Videos seiner sechswöchigen Motorradreise durch den Südwesten der USA. Von San Francisco aus ging es für ihn in verschiedene Nationalparks, nach Las Vegas und in Kleinstädte, die die Atmosphäre aus der Zeit des »Wilden Westens« behalten wollen. Dabei traf er immer wieder auf »skurrile Leute«, wie er sagt.

    Ein Beispiel ist die 80-jährige Helen Thayer, die alleine durch den Death-Valley-Nationalpark in einer Wüste wandert. Über ihre Reise sagt sie, dass man manche Dinge besser macht, bevor man zu alt ist, berichtet Schäfer. Der 55-Jährige moderiert mit vielen Anekdoten durch die Bilderreihe und erzählt von seinen Gedanken, die er während der Reise hatte und der Entstehungsgeschichte mancher Bilder.

    So sei es beispielsweise vorgekommen, dass er bis spät in die Nacht aufblieb, um ein Bild von einem beliebten Motiv zu machen, an dem tagsüber zu viele Touristen sind. Durch eine lange Belichtungszeit sehe es später so aus, als wäre es tagsüber aufgenommen worden. Lediglich die sichtbaren Sterne am Himmel verraten die tatsächliche Uhrzeit, sagt Schäfer.

    Beim Publikum scheint die Reportage gut anzukommen. Unter den Zuhörern sind auch einige Motorradfahrer, so zum Beispiel Belinda Wilson. Sie bezeichnet es als eine »tolle Veranstaltung«. Auch Alfred Interwies und Barbara Pereira Alves zeigen sich beeindruckt von den außergewöhnlichen Bildern und loben die Vortragsweise von Schäfer. »Die Veranstaltung wird super angenommen«, resümiert auch Frank Zagel später. Die Besucher merken das Herzblut dahinter, so der Veranstalter.

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