• aktualisiert:

    Partenstein

    Mit der Bahn nicht zum Ziel gekommen

    Die Deutsche Bahn wollte von der Gemeinde Partenstein, dass sie auch die Felswand und die Verkehrsicherung übernimmt. Foto: Horst Born

    In der Jahresschlusssitzung des Partensteiner Gemeinderates bedauerte Bürgermeister Stephan Amend im Rückblick, dass die Umgestaltung am Bahnhof als wichtiges Projekt der Gemeinde stagniert.

    Die Mehrheit des Gemeinderates will zu den derzeit bekannten Bedingungen, die Flächen der Bahn nicht erwerben. Der Bürgermeister ist der Meinung, dass der ablehnende Beschluss eine vertane Chance für die Zukunft war. Bei der Umgestaltung des Bahngeländes und des Dreiecksplatzes, an der die Gemeinde schon seit 2016 dran ist, gibt es derzeit kein Weiterkommen.

    Strompreiserhöhung kommt

    In der Schlusssitzung kündigte Bürgermeister Amend außerdem für das kommende Jahr eine Strompreiserhöhung an. Obwohl der Jahresabschluss der Gemeindewerke mit einer Bilanzsumme von 2,63 Millionen Euro und einem Jahresgewinn von 125 315 Euro positiv sei, werde die Gemeinde 2020 nicht um die Erhöhung umhinkommen. Viele Energieversorger hätten ihre Erhöhungen für den 1. Januar 2020 schon angekündigt.

    Kurz skizzierte er im Schnelldurchlauf die wichtigsten Ereignisse in diesem Jahr. 20 Baugesuche wurden an das Landratsamt Main-Spessart weitergeleitet. Der Baustopp wegen der Kläranlage sei für Frammersbach und Partenstein keine angenehme Zeit gewesen.

    Für den Kindergarten wurde ein dritter Gruppenraum für eine dritte Krippengruppe geschaffen. Die Naturpark-Spessart-Grundschule erhielt zwei zusätzliche digitale Tafeln und die Aufträge für die Glasfaseranbindung und das W-Lan wurden vergeben. Den Förderbescheid hierfür in Höhe von rund 43 000 Euro durfte der Bürgermeister auch schon entgegennehmen.

    Die Sporthalle wurde mit der neuen Fluchttüre und den Prallwänden für die nächsten Jahre wieder fit gemacht. Im Jugendheim wurde in neue Bestuhlung und in die Erweiterung Bühnentechnik investiert.

    Für das Rathaus und das Juze wurde offenes W-Lan beschlossen. Ein Teil der Arbeiten sei auch schon erledigt, berichtete Amend. Weiterhin werden die Rathaussanierung und die Bauhof-Erweiterung angegangen. Die Feuerwehr erhält zwei neue Feuerwehrautos und neue Atemschutzgeräte. Womöglich werden sie im kommenden Jahr geliefert.

    Demnächst werde eine geförderte Ladestation für E-Bikes am Rathaus installiert. Ebenso gefördert bekommt die Gemeinde eine Wanderschutzhütte am Fürstenweg in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Spessart.

    Für das Stromnetz müssen einige Trafostationen neu gebaut und einige Kabel neu verlegt werden.

    Bei der Wasserversorgung haben sich die trockenen Sommer negativ bemerkbar gemacht. Die Quellschüttung der Gossenquellen sei stark zurückgegangen und beim Tiefbrunnen werde es an der Qualität des Rohwassers bemerkt.

    Baugebiet liegt auf Eis

    Der Bebauungsplan "Wohngebiet Scholzenfeld II" liege auf Eis, da die Kläranlage die geforderten Werte nicht einhalte und deshalb das Wasserwirtschaftsamt dem Neubaugebiet nicht zustimmt auch wenn der Neubau der biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage für cirka 7,5 Millionen Euro inzwischen beschlossen ist.

    Beim Thema Hausarzt-Nachfolge gebe es zwar immer wieder Interessenten aber bis dato habe noch niemand definitiv zugesagt. Die Gemeinde werde alle Möglichkeiten zur Unterstützung ausschöpfen.

    Vom Ansatz im Verwaltungshaushalt von 7,9 Millionen Euro wurden laut Buchungen erst 5,35 Millionen Euro, das sind 67,67 Prozent, eingenommen. Bei den Ausgaben sind es erst 4,46 Millionen Euro, was 56,4 Prozent entspreche. Im Vermögenshaushalt wurden von den geplanten 1,26 Millionen Euro bisher nur 322105 Euro, das sind 25,6 Prozent ausgegeben, wobei auch noch nicht alles abschließend gebucht sei.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!