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    Mühlbach

    Müller-Thurgau leidet unter Klimawandel

    Bei der Weinbergswanderung durfte auch die Weinprobe nicht fehlen. Foto: Walter Riedmann

    Der Einladung des Geschichts- und Heimatvereins Mühlbach 1987, alles über Rebsorten und Weinkultur in Mühlbach zu erfahren, folgten 18 Teilnehmer aus Karlstadt und den Stadtteilen. Sachkundiger Führer der Weinbergwanderung war der Mühlbacher Winzer und Obstbrenner Alfons Kraft. Walter Riedmann, Vorstandsmitglied des Geschichts- und Heimatvereins, begrüßte die Gäste.

    Die knapp dreistündige Wanderung begann Alfons Kraft in seinem Weinkeller. Er führte weiter auf dem Burgweg zum Weißen Schlössle und über den schmalen sogenannten Schwiegermutterpfad auf den mit Rebstöcken vollbewachsenen Fronberg. Kraft erklärte, dass der Klimawandel den Trauben zu schaffen mache. Unter der Trockenheit leiden besonders die Sorten Müller-Thurgau und Bacchus, heißt es in einer Pressemitteilung. Silvaner und Burgunder dagegen hätten die extreme Sommerhitze gut überstanden.

    Seltenen Pflanzen am Fronberg

    In seiner Winzerhütte erklärte Kraft die Gerätschaften und Maschinen, die dem Winzer das ganze Jahr über bei der Bewirtschaftung der steilen Weinberge helfen. In seinen Vortrag über Weinbau und Rebenkultur, gespickt mit vielen Bonmots und bereichert mit einigen Weinproben, bezog Alfons Kraft die seltenen, noch am Fronberg wachsenden Pflanzen mit ein.

    Letzte Station der Wanderungen war die Ruine Karlsburg, von wo aus sich der Blick weit öffnet auf Karlstadt und das Maintal, den die Teilnehmer mit einem guten Tropfen im Glas genossen. In der Probierstube ihres Anwesens lud Ehefrau Gerlinde Kraft die Gäste zu einer deftigen Brotzeit und weiteren Weinproben der Mühlbacher Winzerfamilie.

    Bearbeitet von Jonas Keck

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