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    Arnstein

    Muss das Rathaus auch ein Rat-Haus sein?

    Der Stadtrat Martin Fischer ist neben seinem Kollegen Johannes Keidel sowie dem ausscheidenden Bernd Kröner einer der wenigen im Arnsteiner Stadtrat, die durch ihre oft kritischen Beiträge in den Sitzungen zeigen, dass der seit Anna Stolz nach außen hin demonstrierte Konsens so nicht existiert und dass stattdessen in den nichtöffentlichen Vorbesprechungen durchaus kontrovers diskutiert wird – und das ist auch gut so. Verschiedene Meinungen sind die Nährstoffe der Demokratie.

    Im Fall des neuen Sitzungssaals haben es sich die Stadträte nicht leicht gemacht. Gut fünf Stunden habe man darum gerungen, heißt es. Und der Auslagerungsbeschluss ist sicher nicht das Ei des Kolumbus. Andererseits erschienen doch die reibungslosen Arbeitsabläufe im Rathaus und deren Konzentration auf das Rathaus wichtiger als ein Saal, der zu 90 Prozent der Zeit leersteht.

    Recht hat aber auch der Zweite Bürgermeister Josef Grodel, der darauf verweist, dass im Stadtkern einige ansprechende, aber nicht entsprechend genutzte Gebäude im Besitz der Stadt sind, die als "Bürgersaal" würdig gestaltet werden könnten und somit auch das Zentrum stärken könnten.

    Zwar gibt es offiziell noch keine konkreten Pläne dafür, es müssen dazu auch noch die möglichen Förderkulissen abgeklärt werden. Doch wird in der Stadt beispielsweise schon über das leerstehende Fachwerkhaus am nördlichen Ende des Schweinemarkts bei der Raiffeisenbank spekuliert. Zentral gelegen, mit Parkplätzen vor der Tür und auch noch Platz für ein eventuelles Tourismusbüro. Aber das sind augenblicklich reine Mutmaßungen. Bis auf Weiteres werden wohl die Stadtratssitzungen in den Räumen der Grundschule stattfinden müssen.

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