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    Marktheidenfeld

    Nach Rücktritten: VdK Main-Spessart wählt im Juli neuen Vorstand

    Nachdem über die Hälfte des Kreisvorstandes zurückgetreten ist, muss sich der VdK neu aufstellen. Warum es zur Neuwahl kommen muss und wie es bis dahin weitergeht.
    Franz Wolf ist als kommissarischer Leiter des VdK-Kreisvorstandes Main-Spessart eingesprungen.
    Franz Wolf ist als kommissarischer Leiter des VdK-Kreisvorstandes Main-Spessart eingesprungen. Foto: Martin Harth

    Nach turbulenten Wochen könnte der über 10 000 Mitglieder zählende Sozialverband wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangen. Denn nun steht fest: Der stark ausgedünnte Kreisvorstand wird am 11. Juli komplett neu gewählt und hat damit die Chance, einen Neuanfang einzuleiten. Grund für die Neuwahl ist die personelle Veränderung beim VdK Main-Spessart, die Ende 2019 für Aufregung sorgte. Wie der Sozialverband im Dezember mitteilte, sind der Vorsitzende der Kreisvorstandschaft, Elmar Rüb, und anschließend auch sein Stellvertreter "aus persönlichen Gründen" zurückgetreten. Dies führte zu einer Kettenreaktion. Wenig später bestätigte der VdK, dass weitere Vorstandsmitglieder ihre Posten ebenfalls niedergelegt hätten. Letztlich trat mehr als die Hälfte des elf-köpfigen Gremiums zurück. Genau dieser Umstand macht eine Neuwahl nun unumgänglich.

    Bereits im Januar erklärte sich Franz Wolf bereit, den kommissarischen Vorsitz zu übernehmen. Kein unbekannter Posten für ihn. Denn Wolf führte den Kreisvorstand bereits bis ins Jahr 2017, ehe er Elmar Rüb, einem jüngeren Kandidaten, das Feld überlassen hatte. Der 70-Jährige übernehme den Posten kommissarisch, "um den VdK wieder in ruhiges Fahrwasser" zu bringen, sagte Wolf bei der erneuten Übernahme. Jetzt teilt Wolf auf Anfrage der Redaktion mit, dass alle Vorstandsmitglieder am 11. Juli neu gewählt werden würden. Dies habe ein Treffen des "Rumpfvorstands" mit Vertretern der Kreis- und Bezirksgeschäftsführung ergeben. Nun würden alle Ortsverbände und deren Vorsitzende informiert und involviert.

    Im Mai soll es die ersten Kandidaten geben

    Laut Wolf gehe es nun darum, die Wahlen bestmöglichst vorzubereiten. Wer letztendlich für welchen Posten antritt, sei bislang noch unklar. Allerdings soll es am 19. Mai ein nächstes Treffen geben, bei dem man womöglich schon Kandidaten präsentieren möchte. "Ich hoffe natürlich, dass sich genügend Freiwillige finden werden, die bereit sind, an die Spitze zu gehen", so Wolf. Bei der großen Anzahl an Mitgliedern bestünden jedoch gute Chancen.

    Ob Franz Wolf selbst für einen Posten in der Kreisvorstandschaft kandidieren wird, wisse er noch nicht. Dies hänge von den anderen Bewerbern ab. "Sollte es einen jüngeren Kandidaten geben, dann trete ich nicht mehr an", sagt Wolf und betont noch einmal: "Ich  wünsche mir einen jüngeren Kandidaten."

    Wolf über Querelen und Normalität

    Wolf macht keinen Hehl daraus, dass es beim VdK Main-Spessart in letzter Zeit Querelen gab. "Sonst wäre ich ja nicht eingesprungen, um die Situation zu beruhigen." Er wisse um die brodelnde Gerüchteküche. Genau deshalb beteilige er sich auch nicht daran, über die Gründe der vielen Rücktritte zu sprechen. Trotz Unstimmigkeiten betont Wolf, dass solche Kettenreaktionen durchaus üblich seien. "Wenn eine Reihe an Sympathisanten dem zurückgetretenen Vorstand folgt, gehört das auch mit dazu."

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