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    Laudenbach

    Nachbarskinder verliebten sich und wurden ein Paar

    Goldene Hochzeit feierten Brigitte und Karl-Heinz Michler aus Laudenbach. Im Namen der Stadt Karlstadt gratulierte der zweite Bürgermeister Theo Dittmaier (rechts). Foto: Jürgen Kamm

    Sie kannten sich schon als Kinder, ehe sie ein Paar wurden und jetzt können sie ihre Goldene Hochzeit feiern. Am 22. August vor 50 Jahren schlossen Brigitte und Karl-Heinz Michler aus Laudenbach vor dem damaligen Bürgermeister Josef Gehret offiziell den Bund fürs Leben, die kirchliche Trauung folgte zwei Tage später in Maria Buchen.

    Zu den Gratulanten am Hochzeitstag gehörte auch Karlstadts zweiter Bürgermeister Theo Dittmaier samt einem offiziellen Glückwunschschreiben der Stadt Karlstadt und einem Geschenkkörbchen mit Kleinigkeiten und Flaak-Talern.

    Karl-Heinz Michler ist Jahrgang 1946, sein Eltern waren Edmund und Theresia Michler, der Vater war Former im Eisenwerk Düker in Karlstadt. Brigitte Michler ist ein paar Jahre jünger, ihre Eltern waren Friedrich und Helene Kütt, ihr Vater war als Fernfahrer für den einstigen Reifenhändler Gummi-Maier unterwegs.

    Zusammen tanzen gegangen

    Die Elternhäuser der beiden standen so nah beieinander, dass er sie aufwachsen sah. Gefunkt hat es erst im Jahr 1968, als der Nebenraum mit Musikbox der Tankstelle der Treffpunkt für die jungen Leute im Ort war. "Da trafen wir uns und fuhren dann wohin zum Tanzen, etwa nach Heugrumbach zu den Flippers", erinnert sich Brigitte Michler. Sie war damals oft an der Tankstelle, weil sie mit der Tochter der Inhaberfamilie befreundet war. Diese wiederum verliebte sich in den Freund von Karl-Heinz Michler.

    Das junge Paar ging nicht nur gerne tanzen sondern auch ins Karlstadter Freibad sowie manchmal ins Kino. Karl-Heinz Michler hatte Industriemechaniker bei Düker gelernt und sollte dort eine Lebensstellung im Magazin finden. Brigitte Kütt erlernte bei Kessler und Mathes, der einstigen Kleiderfabrik in Karlstadt, den Beruf der Herrenkleiderschneiderin. Somit war es kein Wunder, dass am 22. August 1969 ein stolzes und hübsch anzusehendes Paar heiratete.

    Die jungen Eheleute zogen zunächst in das Elternhaus der Braut, waren aber schon bald eine Familie und der Platz wurde knapp. Ab 1971 bauten sie neben seinem Elternhaus ein eigenes Haus, mit nach heutigen Maßstäben unvorstellbar wenig eigenem Geld und sehr viel Eigenleistung. Als sie 1972 mit ihrem Sohn Achim einzogen, war es noch nicht wirklich fertig. Vier Jahre später kam ihr zweiter Sohn Norman zur Welt. Zum trauten Heim gehörte natürlich auch ein Gemüsegarten, der inzwischen zum gut gepflegten Ziergarten wurde. Der vom tüchtigen Hausherren vor Jahrzehnten aus Muschelkalk gemauerte Brunnen und ein Grillkamin stehen immer noch.

    Kunstschmiedearbeiten und Dekorieren

    Vielen Laudenbachern dürfte vor allem Karl-Heinz Michler ein Begriff sein. 15 Jahre war er Kassierer des Männergesangvereins, auch beim vom ihm mitgegründeten SPD-Ortsverein nahm er diese Funktion wahr. Zudem war er im Fußballverein aktiv, im Alter von 50 Jahren fing er mit dem Tennisspielen an, und auch am Hochzeitstag gönnte er sich ein Match. Weitere Entspannung fand er nicht nur beim Angeln, als gelernter "Metaller" entwickelte er auch ein Faible für Kunstschmiedearbeiten. So trug er auch zum öffentlichen Laudenbacher Brunnen bei. Brigitte Michler liebt das Dekorieren und Gestalten, wie geschickt gesetzte Akzente in der Wohnung der Jubelpaares beweisen.

    Die Goldene Hochzeit wird am Wochenende mit einem Dankgottesdienst in Maria Buchen gefeiert und mit einem kleinen Familienfest samt der Familien der beiden Söhne, die dem Raum Karlstadt treu blieben, und insgesamt drei Enkelkindern.

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