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    REUCHELHEIM

    Narren spielen das Lied vom Tod

    Tanze Samba mit mir, Samba, Samba, die ganze Nacht:  Die Grummier Ladies brachten Stimmung ins Reuchelheimer Sportheim.
    Tanze Samba mit mir, Samba, Samba, die ganze Nacht: Die Grummier Ladies brachten Stimmung ins Reuchelheimer Sportheim. Foto: Fotos:Ernst Schneider–

    Mit vielen Helau-Rufen eröffnete die Faschingsabteilung der DJK Reuchelheim im vollen Saal des Sportheimes die närrische Zeit.

    Moderator Christian Nöth führte gekonnt und routiniert durch den Abend, der unter dem Motto „Jamaika geht - Reuchlum (Reuchelheim) kommt“ stand. Er riet Stadtrat Bernd Kröner augenzwinkernd, wegen der Landtagskandidatur von Bürgermeisterin Anna Stolz, sich an deren goldenen Haaren, bis zur bayerischen Staatskanzlei hochziehen zu lassen.

    Auftritt der Jüngsten

    Danach rief Nöth mit den „Reuchelheimer Hüpfern“ die Jüngsten auf die Bühne. Mit dem Tanz nach der Musik von Justin Timberlake „Dance, Dance, Dance“ hatten sie im Handumdrehen das Publikum auf ihrer Seite und mussten eine Zugabe bringen. Eine Bereicherung waren die Tanzmariechen Lea Blatterspiel und Ida Klein vom Faschingsverein Schleerith, Rundelshausen-Eckartshausen.

    Tanzmäuse mit HipHop

    Von Tim Nöth, dem Gamer, sprang der Funke schnell über, als er meinte „Gaming, das weiß sogar mein kleiner Bruder, ist das Spiel an dem Computer“. Mit der Ankündigung „nicht Reggae, nicht Flip-Flop, nicht tipp und topp, hier kommt Hip-Hop“, kündigte er die Tanzmäuse an, die die Gäste begeisterten. Valentin Steiner und Paul Nöth versuchten, die Gäste mit „I bind“ in die gängige Jugendsprache einzuführen, kamen aber schnell aufs Alltägliche zu sprechen. Auf die Frage „Was ist gleichgültig“ war die Antwort „das ist mir egal“.

    „Monaco & Co.“ stiegen musikalisch in die große Politik ein. Zur Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ stellten sie fest, dass sich Amerika unter Trump zum Wilden Westen mit der Maxime Aug' um Aug' und Zahn um Zahn zurückentwickelt habe. Mit Chorleiterin Doris Megner spielten sie zu dritt auf der Gitarre ein Lied.

    Reuchelheim Award

    Für sein Lebenswerk und zum 50. Geburtstag errang Boris Becker den ersten Platz bei den Reuchelheim Awards und das Grummier (Heugrumbacher) Männerballett bewies, dass es nicht nur gut Feuer löschen, sondern auch gut tanzen kann. Steam Punk, ein Tanz adretter junger Damen in viktorianischer Kleidung, begeisterte die Gäste.

    Der Frauenbeauftragte der Stadt Arnstein, dargestellt von Stefan Schön, war alles andere als ein Beschützer der Frauen. Vielmehr entwickelte er sich im Laufe seines Vortrages mit bissigen Bemerkungen zu einem Frauenunterdrücker. So behauptete er, Frauen hätten sich nur deshalb im Kriegseinsatz bewährt, weil sie den Feind totquatschen. Die Grummier Ladies heizten mit „Samba Beats“ die Stimmung noch mal an. Nachtwächter Rudi Schneider scheute sich nicht, neben der großen Politik auch das Ortsgeschehen zu beleuchten. Zur B 26n meinte er, „Binsfeld, Halsheim, Müdesheim und Grummi leben besser ohne Brummi“.

    Fragwürdige Therapie

    Mit dem Sketch „Im Wartezimmer des Arztes“ kauten „TMMV“ so manche Neuigkeit durch, wobei Paul Megner den oberbayerischen Dialekt des DJK-Vorsitzenden Daniel Schweiger imitierte und ihm sonderbare Therapiemethoden unterstellte. Statt für vier Wochen aufs Weizenbier zu verzichten, habe dieser die doppelte Menge getrunken, um festzustellen, ob danach eine Verschlechterung eingetreten sei.

    Das Reuchelheimer Männerballett leitete zum Finale der gelungenen Faschingssitzung über. Den Reuchelheimer Narren gelang ein schöner und lustiger Faschingsabend – und das ganz ohne anzügliche Witze und Zoten.

    Spiel mir das Lied vom Tod: Ein Höhepunkt am Faschingsabend im Reuchelheimer Sportheim.
    Spiel mir das Lied vom Tod: Ein Höhepunkt am Faschingsabend im Reuchelheimer Sportheim.
    Der Frauenbeauftragte entwickelte sich zum Frauenhasser.
    Der Frauenbeauftragte entwickelte sich zum Frauenhasser.
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