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    Lohr

    Neues Konzept zu Einzelhandel erst nach 2020

    Die Stadt Lohr will ihr 2009 erstelltes Einzelhandelskonzept aktualisieren lassen. Das beschloss der Stadtrat am Mittwochabend. Anders als von der Fraktion des Bürgervereins Lohr und Umgebung (BLuU) beantragt, erfolgt die Aktualisierung jedoch nicht schon 2020, sondern in einem der Folgejahre.

    Der Bürgerverein hatte seinen Antrag damit begründet, dass sich in den zehn Jahren die Rahmenbedingungen des Einzelhandels deutlich gewandelt hätten, nicht zuletzt durch das Internet. Daneben, so BLuU-Stadtrat Eric Schürr, habe sich auch baulich viel getan in Lohr. Weitere Veränderungen zeichneten sich ab. Und schließlich benötige das von der Start gestartete Citymanagement für seine Arbeit eine aktuelle und fundierte Basis, so Schürr. Die Stärken und Schwächen von Lohr als Einzelhandelsstandort müssten neu bewertet werden.

    Paul: Es fehlen Ressourcen

    Das sahen Bürgermeister Mario Paul und weitere Redner ähnlich. Allerdings habe die Stadt aktuell schon das Verkehrskonzept in Arbeit. Für die Aktualisierung des Einzelhandelsgutachtens schon 2020 fehle es an Ressourcen, so Paul. Er daher vor, das Vorhaben auf etwas zu verschieben.

    Brigitte Riedmann (Freie Wähler) verstand gar »die Welt nicht mehr«. Einerseits wolle der Bürgerverein der ohnehin stark ausgelasteten Verwaltung weitere Arbeit aufbürden, andererseits spreche sie dann im Wahlkampf davon, dass die Verwaltung schwerfällig arbeite.

    Am Ende wurde der Antrag des Bürgervereins, das Einzelhandelskonzept bereits im kommenden Jahr zu aktualisieren, von einer Mehrheit der Räte abgelehnt. Neben den beiden Bürgervereins-Stadträten hatten lediglich noch fünf Mitglieder der CSU-Fraktion für die zügige Aktualisierung votiert.

    In einer zweiten Abstimmung beschloss das Gremium dann bei nur einer Gegenstimme, die Mittel für das Überarbeiten des Konzeptes für die Folgejahre einzuplanen.

    Was die Aktualisierung durch ein Fachbüro kosten wird, ist noch offen. Während Bürgermeister Paul mit 80000 Euro rechnete, ging Schürr von lediglich 30000 Euro aus.

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