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    Hafenlohr

    Neues Personal in der Pfarrei Hafenlohr

    Pfarrer Mark Odah   Foto: Heike Beudert

    Die Kirche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Aktuell sind etwa 53 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland Mitglied einer der christlichen Konfessionen. Prognosen gehen von einem Rückgang um 22 Prozent bis ins Jahr 2035 aus. Damit einher geht die sinkende Zahl an Einnahmen. Die Kirche muss im Großen wie auch in den kleinen Pfarreien umdenken. Um die Gläubigen nicht im Unklaren zu lassen, berichtete Dekan Hermann Becker bei einer Informationsveranstaltung der Kirchenverwaltung Hafenlohr über die Entwicklungen in der Kirchengemeinde Hafenlohr und der Pfarreiengemeinschaft St. Laurentius.

    Mark Odah neuer Priester

    Aktuell sei man personell gut aufgestellt, sagte Becker. Der Priester Mark Odah ist seit kurzem im Dienst der Pfarreiengemeinschaft und ersetzt Pfarrvikar Matthias Eller, der an seiner Promotion arbeitet und daher unter der Woche nicht vor Ort sein kann. Odah wurde 1980 in Nigeria geboren, lebt seit 2014 in Deutschland und wohnt nun in Hafenlohr.

    Pastoralreferent Reinhold Grimm. Foto: Martin Harth

    Zudem steht seit September Pastoralreferent Reinhold Grimm in Teilzeit als Ansprechpartner der Kirchengemeinde Hafenlohr zur Seite. "Was ist für Sie ein Ansprechpartner in der Kirchengemeinde?", fragte er die rund 30 Anwesenden. Ein Kümmerer, Unterstützer für das Ehrenamt oder der Moderator in Konfliktsituationen, sollte er nach Meinungen der Zuhörer sein. Diese Anregungen nehme er gerne auf. Er selbst hatte sich schon gefragt, wie genau sich ein Ansprechpartner definiert, sagte Grimm. In den letzten zehn Jahren war Grimm als Krisenseelsorger im Schulbereich in der Diözese Würzburg tätig. Aktuell wohnt er in Marktheidenfeld und ist Religionslehrer an der FOS/BOS in Marktheidenfeld.

    Pfarreiengemeinschaft steht vor Veränderungen

    Trotz dieser erfreulichen Nachrichten ist der aktuelle Trend auch in der Pfarreiengemeinschaft St. Laurentius zu spüren. Die Gläubigen würden weniger werden und insgesamt sei es immer schwieriger, Personal zu finden. Bis Christkönig 2020 plane die Diözese Würzburg, die Strukturen neuzuordnen. Der Altlandkreis Marktheidenfeld mit den fünf Pfarreiengemeinschaften könnte in Zukunft wohl einen einzigen pastoralen Raum bilden, sagte Becker. Fakt ist: Die Gemeinden werden in absehbarer Zeit mit weiteren Veränderungen leben müssen.

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