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    Lohr

    Noch keine archäologischen Funde in der Lohrer Muschelgasse

    Weder Historisches noch Explosives: Rund drei Monate wird in der Muschelgasse schon gearbeitet, zu besonderen Funden ist es nicht gekommen. Foto: Helena Karl

    Seit rund drei Monaten sind die Bauarbeiten in der Lohrer Muschelgasse in vollem Gange. Neue Kanäle und Wasserleitungen werden in der schmalen Gasse aufwendig verlegt, rund zwei Meter tief wird gegraben.

    Da im Boden des Fischerviertels historisch relevante Relikte liegen könnten, ist ein Team aus zwei Archäologen stets im Einsatz und überwacht die Baustelle. »Jede Schaufel Erde wird von den Archäologen angeschaut«, berichtet Wolf-Dieter Füg, Technischer Leiter der Stadtwerke.

    Gefunden habe man bislang nichts, was Rückschlüsse auf das frühere Leben im Fischerviertel zulässt. In einem Zwischenbericht des leitenden Archäologen sei als Fund lediglich ein kleines Stück der ehemaligen Stadtmauer erwähnt worden. Dieses wurde schon durch die frühere Kanallegung unterbrochen, sagt Füg. Gefundene Tonscherben konnten nach der Analyse den 1950er Jahren zugeordnet werden. Da sie keine historische Bedeutung haben, wurden sie entsorgt, so der Technische Leiter.

    Bisher auch nichts Explosives

    Die Archäologen glaubten nicht, noch etwas zu finden, sagt Stadtwerkeleiter Otto Mergler. Der Boden sei an dieser Stelle schon früher aufgegraben, jedoch nicht untersucht worden. Aus diesem Grund habe man noch auf Funde gehofft.

    Auch ein Mitarbeiter der Kampfmittelräumung ist bei den Bauarbeiten vor Ort. Munition aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs könnte ebenfalls ein Überbleibsel im Boden sein. Gefunden habe man glücklicherweise ebenfalls nichts, berichtet Füg.

    Bis der Winter kommt

    »Solange das Wetter passt, wird in der Muschelgasse weitergearbeitet«, sagt der Technische Leiter. Danach werde die Baustelle winterfest gemacht. Gepflastert werde nach Wintereinbruch nicht mehr. Rund die Hälfte der Arbeiten sei geschafft. Die Leitungen in der Steinmühlgasse sind komplett fertig, berichtet Mergler.

    Die Anwohner hätten sich kooperativ und zugänglich verhalten und die Notwendigkeit der Arbeiten verstanden. »Da gibt es auch mal einen Kaffee für die Bauarbeiter«, sagt Wolf-Dieter Füg.

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