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    Lohr

    Notaufnahme im Krankenhaus Lohr: Zufriedenheit und Ärger

    Lobende Worte auf der einen, Kritik auf der anderen Seite: Der Artikel über eine über 80 Jahre alte Frau, die vor einigen Tagen mit einer Venenentzündung und starken Schmerzen über acht Stunden in der Notaufnahme des Lohrer Kreiskrankenhauses zubrachte, hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

    Der Neffe der älteren Dame hatte den Fall der Redaktion geschildert. Das Klinikum hatte sein Bedauern ausgedrückt. An dem betreffenden Samstag habe ein außerordentlicher Andrang geherrscht. Die Reihenfolge der Behandlung werde in der Notaufnahme nach einem standardisierten Verfahren festgelegt, so die Erklärung. Schwere Fälle kämen zuerst dran, weniger schwere müssten dann warten.

    Verständnis und Lob

    Im sozialen Netzwerk Facebook schilderten viele Nutzer eigene Erlebnisse oder kommentierten den beschriebenen Fall. Die Bandbreite reichte dabei von »Ich war super zufrieden« bis »Nie wieder«. Mehrfach wurden Verständnis und Anerkennung für das Personal geäußert.

    Eine Internetnutzerin schildert, dass sie an dem betreffenden Tag ebenfalls vier Stunden habe warten müssen. »Es war die Hölle los«, schreibt sie. Das Personal sei jedoch um einen schnellen Ablauf bemüht gewesen. Sie sei entsetzt gewesen, was sich Ärzte und Schwestern dennoch von Patienten hätten anhören müssen.

    Eine Frau kritisiert, dass die Kreispolitik die Notaufnahmen in Karlstadt und Marktheidenfeld im April 2017 »zu früh zugemacht« habe. Ihr tue das Personal der Lohrer Notaufnahme leid, das nun die Situation auffangen müsse. Jemand schildert, dass er in Fulda gar zwölf Stunden in einer Notaufnahme zugebracht habe.

    Etliche Internetnutzer schreiben, dass sie in der Lohrer Notaufnahme zügig oder gar sofort behandelt worden seien.

    Nicht nur Notfälle?

    In einem Kommentar ist die Rede davon, dass es auch Menschen gibt, die lieber außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen in die Notaufnahme gingen, weil sie nicht unter der Woche zum Arzt gehen wollten. Viele der in die Notaufnahme gehenden Patienten seien gar keine wirklichen Notfälle, so zwei Kommentierer.

    Eine Frau hingegen schildert, dass sie »trotz übelster Schmerzen« und Voranmeldung vier Stunden habe warten müssen, bis eine Ärztin gekommen sei. Auch einige weitere Internetnutzer deuten unliebsame Erfahrungen an, ohne jedoch konkret zu werden.

    Anderswo nicht besser

    Eine Frau verweist schließlich darauf, dass die Zustände in den Notaufnahmen anderswo genauso seien wie in Lohr. Überall müsse »zu wenig Personal immer größere Fluten von Patienten behandeln«.

    Ein anderer Nutzer wirft auch der Kreispolitik vor, dass sie sich für die Zustände nicht interessiere. Bei überlangen Wartezeiten sei »jeder Einzelfall einer zu viel«, so der Mann.

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    Kommentare (1)

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