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    Marktheidenfeld

    Öffnet die Marktheidenfelder Tafel trotz Ausgangsbeschränkung?

    Ab Samstag gilt eine landesweite Ausgangsbeschränkung wegen des Coronavirus. Doch die Marktheidenfelder Tafel will dennoch Nahrungsmittel ausgeben. Wie das funktionieren soll.
    Wie funktioniert die Marktheidenfelder Tafel in Zeiten der Ausgangsbeschränkung?
    Wie funktioniert die Marktheidenfelder Tafel in Zeiten der Ausgangsbeschränkung? Foto: Stefan Schaubitzer, dpa

    Vieles, was bisher geplant war, muss nun neu bedacht werden. Seit dem Ministerpräsident Markus Söder am Freitagmittag eine bayernweite Ausgangsbeschränkung verkündete, wird das Verlassen der eigenen Wohnung ab diesem Samstag nur noch bei triftigen Gründen erlaubt sein. Doch inwieweit trifft das die Marktheidenfelder Tafel, die Menschen mit Berechtigungsscheinen jeden Samstag mit Nahrungsmittel versorgt? Dürfen Bedürftigte noch zur Tafel kommen?

    "So weit das möglich ist, planen wir keine Schließung", sagte der Vorsitzende Sebastian Dosch auf Nachfrage dieser Redaktion. Man wolle "definitiv weiterhin versuchen, unsere Kunden zu versorgen". Dies sei notwendig, da Menschen, die auf die Tafel angewiesen sind, zuhause nicht genügend Vörräte hätten. Deshalb öffne der Tafelladen auch an diesem Samstag wie gewohnt. Allerdings würden dabei besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, die sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden entsprechend schützen sollen. Dosch sprach etwa von Mindestabständen, die eingehalten werden müssen. Außerdem wolle man darauf achten, dass möglichst wenige Menschen auf einmal zusammenkommen. "Wir werden darauf achten, den direkten Kontakt zu den Menschen möglichst zu vermeiden."

    Tafel plant am Montag weiteres Vorgehen

    Mit einer möglichen Ausgangsbeschränkung hatte man sich bereits im Vorfeld beschäftigt, sagte Dosch. "Nun werden wir uns am Montag zusammensetzen und das weitere Vorgehen planen", so der Vorsitzende. Ob der Tafelladen dann auch am kommenden Samstag öffnet oder inwiefern die Kunden mit Grundnahrungsmitteln versorgt werden können, müsse man dann neu bewerten. "Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele Leute jetzt überhaupt noch kommen und wie wir beliefert werden", betonte Sebastian Dosch. Man werde alle Kunden rechtzeitig informieren. Auch der eigenen Facebookseite seien wichtige Informationen zu entnehmen.

    Der Vorsitzende erklärte, dass die Menschen bislang viel Verständnis für die Vorsichtsmaßnahmen zeigen würden. "Die Leute sind total dankbar und akzeptieren die besonderen Umstände." Das vergangene Wochenende sei demnach trotz Ausnahmezustand herrvorragend gelaufen. Nun hoffe man darauf, dass die Tafel auch während der Ausgangsbeschränkung weiterhin für ihre Kunden Nahrungsmittel ausgeben kann. An diesem Samstag findet die Ausgabe für Kunden mit Berechtigungsschein wie gewohnt von 14 bis 15 Uhr im Marktheidenfelder Tafelladen in der Friedenstraße statt.

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