• aktualisiert:

    Marktheidenfeld

    Pamela Nembach: SPD-Landratskandidatin will es rocken

    Mit 96,6 Prozent der Stimmen wurde Pamela Nembach offiziell als Landratskandidatin der SPD nominiert. Zum Klimaschutz und Krankenhaus sagte sie bereits ihre Meinung.
    Gruppenbild mit SPD-Landratskandidatin: Pamela Nembach (Bildmitte mit Blumenstrauß) mit den Kreistagskandidaten (von links) Sven Gottschalk (Listenplatz 2), Monika Poracky (3), Harald Schneider (4), Bernd Rützel (6), Martha Bolkart-Mühlrath (7), Ruth Steger (5) und Florian Sauer (18). Foto: Wolfgang Dehm

    Pamela Nembach (43) ist jetzt offiziell die MSP-Landratskandidatin der SPD. In der Nominierungsversammlung am Samstag im Hotel "Zur schönen Aussicht" gaben ihr 70 der insgesamt 72 Berechtigten ihre Stimme (96,6 Prozent). Die Liste der 60 Kreistagskandidaten (44 Männer, 16 Frauen) wurde  mit 65 von 66 abgegebenen Stimmen verabschiedet.

    "Macht euch mit mir auf den Weg zur ersten Landrätin im Landkreis Main-Spessart – wir sind großartig, wir werden's rocken", rief sie ihren Parteifreunden zu und bekam lautstarken Applaus.

    Der Blick von außen sei manchmal gar nicht so verkehrt, sagte sie vor dem Hintergrund, dass sie erst seit einigen Jahren in Main-Spessart lebt (siehe auch "Zur Person"). Sie wolle sich "für eine lebenswerte Heimat" einsetzen.

    Klimaschutz: Ziel der Energieautarkie weiter verfolgen

    Sie sehe im Landkreis Main-Spessart eine große Vielfalt an Schätzen (Wald, Wein, Wasser, "viele tolle junge Leute"), meinte Nembach, es gebe aber auch Herausforderungen. So sollte der Landkreis ihrer Meinung nach ein Klimaschutzkonzept entwickeln, das Ziel der Energieautarkie bis 2035 müsse weiter verfolgt und das vom Landkreis erstellte Solarkataster offensiver beworben werden.

    Car-Sharing auf Landkreisebene als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr hielt sie für eine gute Idee. Ferner wünschte sie sich ein "beherzteres Vorgehen" bei der Ausbildung der jungen Leute im Landkreis.

    Die Zusammenlegung der Krankenhäuser Lohr, Karlstadt und Marktheidenfeld in einem Neubau in Lohr sah sie grundsätzlich positiv. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass auch bei einer möglichen Änderung der Rechtsform das Mitspracherecht der Personalvertretung gewahrt bleibe.

    Rützel: "Sie erreicht die Menschen."

    Für Sven Gottschalk, den Kreisvorsitzenden der Main-Spessart-SPD, ist Nembach "die richtige, passende und geeignete Kandidatin". Er begründete dies mit ihren Leistungen im Kreisvorstand, ihrer Offenheit und ihrer Art, auf Menschen zuzugehen und zuzuhören. Ähnlich sah dies der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel. "Sie erreicht die Menschen", meinte er.

    Franz Wolf, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag, gab einen Überblick über die Arbeit in diesem Gremium. Insbesondere im Schulbereich sah er in Main-Spessart einen Investitionsstau. Die SPD steht seiner Einschätzung nach derzeit vor einem Umbruch; er wünsche sich einen "Ruck" in Richtung soziale Verantwortung und Gleichberechtigung.

    Der aktuelle Main-Spessart-Landrat, Thomas Schiebel (Freie Wähler), wird sich am  15. März 2020 nicht mehr zur Wahl stellen. Aktuell sind neben Nembach zwei weitere Kandidaten bekannt, die seine Nachfolge antreten möchten: Sabine Sitter von der CSU und Christoph Vogel von den Freien Wählern.

    Zur Person
    Pamela Nembach wurde am 4. November 1975 in Würzburg geboren. Ihr Abitur machte sie in Bamberg und studierte dort auch Lehramt an Gymnasien. Seit 2008 unterrichtet sie am Balthasar-Neumann-Gymnasium in Marktheidenfeld die Fächer Deutsch, Französisch und Ethik. Seit 2015 wohnt sie mit ihrer Familie im Marktheidenfelder Stadtteil Glasofen. In die SPD trat Nembach 2011 ein, 2015 wurde sie zur Vorsitzenden des SPD-Ortsverbandes Marktheidenfeld gewählt, seit 2016 ist sie zudem stellvertretende Kreisvorsitzende. Darüber hinaus engagiert sie sich unter anderem als Jugendbeirätin der Stadt Marktheidenfeld und im Vorstand des Städtepartnerschaftskomitees.
    Kreistagskandidaten der SPD
    1. Pamela Nembach (Marktheidenfeld), 2. Sven Gottschalk (Lohr), 3. Monika Poracky (Gemünden), 4. Harald Schneider (Karlstadt), 5. Ruth Steger (Lohr), 6. Bernd Rützel (Gemünden), 7. Martha Bolkart-Mühlrath (Gambach), 8. Hermann Menig (Marktheidenfeld), 9. Christine Kohnle-Weis (Lohr), 10. Christian Holzemer (Frammersbach), 11. Silvia Klee (Kreuzwertheim), 12. Stefan Rümmer (Karlstadt), 13. Ruth Emrich (Lohr), 14. Christian Gutermuth (Burgsinn), 15. Eva-Maria Brandstädter (Triefenstein), 16. Lorenz Strifsky (Thüngen), 17. Sabine Keller (Arnstein), 18. Florian Sauer (Frammersbach), 19. Dirk Schiefer (Mittelsinn), 20. Steffen Schäfer (Triefenstein), 21. Ferdinand Heilgenthal (Gemünden), 22. Jürgen Neuwirth (Frammersbach), 23. Thomas Nischalke (Lohr), 24. Alexander Otte (Mittelsinn), 25. Jürgen Keller (Zellingen), 26. Christoph Müller (Triefenstein), 27. Andreas Scheb (Karlstadt), 28. Udo Kunkel (Partenstein), 29. Harald Merz (Wiesthal), 30. Alexander Martin (Gemünden), 31. Marc Schenk (Arnstein), 32. Jürgen Lochner (Burgsinn), 33. Tino Mill (Frammersbach), 34. Marc Nötscher (Lohr), 35. Josef Grodel (Arnstein), 36. Markus Ludwig (Urspringen), 37. Marco Netrval (Karlstadt), 38. Peter Müller (Gemünden), 39. Brigitta Steigerwald (Partenstein), 40. Bernd Müller (Thüngen), 41. Sandra Völp (Frammersbach), 42. Holger Miksch (Gemünden), 43. Christopher Amthor (Zellingen), 44. Richard Eyrich (Lohr), 45. Matthias Günther (Zellingen), 46. Hans-Peter Breisch (Burgsinn), 47. Sandra Rippel (Gemünden), 48. Rolf Janiak (Arnstein), 49. Sandra Wendel (Gemünden), 50. Thomas Damm (Lohr), 51. Claudia Roth (Gemünden), 52. Jukius Busch (Kreuzwertheim), 53. Frank Duckstein (Lohr), 54. Konrad Nabernik (Karsbach), 55. Marian Andreas Schydlowski (Gambach), 56. Karl-Heinz Schöffer (Kreuzwertheim), 57. Rosemarie Richartz (Marktheidenfeld), 58. Werner Küffner Zellingen), 59. Heidi Wright (Karlstadt), 60. Franz Wolf (Lohr), Ersatzkandidat: Andreas Schmidt.

    Fotos

      Kommentare (3)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!