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    Aschaffenburg

    Park Schönbusch: Rußrindenkrankheit an drei Bäumen entdeckt

    Erkennbar an den dunklen, rußartigen Flecken: ein mit der Rußrindenkrankheit befallener Ahornbaum  Foto: Arne Dedert, dpa

    Im Landschaftspark Schönbusch in Aschaffenburg wurde an drei Bergahornbäumen die Rußrindenkrankheit festgestellt. Das teilte die Bayerische Schlösserverwaltung mit. Die Rußrindenkrankheit wird durch einen Pilz verursacht, der sich unter der Rinde ausbreitet und schwarze, rußartige Sporen bildet. Die schwarzen Pilzsporen schädigen nicht nur die Bäume, sie können auch für den Menschen gesundheitsschädlich sein.

    Drei Bergahorne, die an den Seen im Landschaftspark Schönbusch stehen, sind von der Rußrindenkrankheit befallen. Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

    Sporen sind für Menschen gefährlich

    Bereits im April hat das Bayerische Forstministerium Alarm geschlagen: An 26 Standorten in elf unterfränkischen Kommunen waren mehrere Ahornbäume von der Rußrindenkrankheit befallen. Die Sporen können laut Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft beim Einatmen Entzündungen in den Lungenbläschen hervorrufen. Die Beschwerden reichen von Abgeschlagenheit und Reizhusten über Fieber und Schüttelfrost bis hin zu Atemnot.

    Was man weiß: Es handelt sich um einen "Schwächeparasit". Der Pilz (Cryptostroma corticale) kann lange Zeit unbemerkt in den Bäumen sein, sie erkranken erst bei Stress wie Wärme, Trockenheit oder Abgasen. Dann aber sterben sie nicht selten binnen Jahresfrist. Bislang befalle der Pilz in Deutschland nur den Ahorn, doch in Nordamerika, von wo der Pilz vor Jahrzehnten nach Europa eingeschleppt wurde, attackiere er auch Linden, Birken und Rosskastanien.

    Nahaufnahme: Ein von der Rußrindenkrankheit befallener Bergahorn im Gemeindewald Bergrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) Foto: Stephan Thierfelder

    Vorsichtsmaßnahmen für die Besucher

    Im Park Schönbusch wurden als erste Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz der Parkbesucher die betroffenen Wegebereiche um die erkrankten Bäume gesperrt. Die drei befallenen Bergahorne, die im nördlichen Bereich des Schönbusch an den Seen stehen, sollen bis diesen Dienstag gefällt werden, kündigt der Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Aschaffenburg, Sven Spiegel, an.

    Die Arbeiter müssen dabei besondere Schutzanzüge tragen. Das Holz werde anschließend sorgsam verpackt und fachgerecht entsorgt. Die Besucher werden gebeten, zu ihrem eigenen Schutz nicht über die Absperrungen zu steigen und sich von den betroffenen Bäumen fernzuhalten. Der Park Schönbusch zählt zu den ältesten und größten im Stil des englischen Landschaftsgarten ausgeführten Parks Deutschlands. Er ist heute ein Naherholungsgebiet.

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