• aktualisiert:

    Partenstein

    Partensteiner Rockabend: Bands und Besucher ganz wie früher

    Kurz vor Mitternacht erreichte beim großen Finale der Partensteiner Rockabend seinen Siedepunkt.
    Kurz vor Mitternacht erreichte beim großen Finale der Partensteiner Rockabend seinen Siedepunkt. Foto: Horst Born

    Prima, super, einen solchen Abend müsste es in Partenstein öfters geben. So lauteten die Kommentare der Besucher des »Badastänner Rockoawed« am Samstagabend im Jugendheim. Die drei Bands Midnight Special, Analog Natives und die Mostrich Blues Band rockten unterlegt mit einer ausgefallenen Lichtshow den großen Saal. Die Stimmung unter dem Publikum war vom ersten Ton an prächtig und vor allem animierte sie viele zum Mittanzen.

    Musikalisch hatten sich die Bands abgestimmt und boten verschiedene Musikstile in bester Qualität und in der richtigen zeitlichen Dosierung. Für jeden war etwas dabei.

    Anstoß vom Bodensee

    »Von Badastänner für Badastänner, mit Gästen«, so lautete ja das Motto des Abends und das wurde sehr gut umgesetzt. Hinter der Veranstaltung stehen vor allem zwei Namen. Da wäre zunächst Rainer Neuf (55 Jahre), der die Veranstaltung vom Bodensee aus organisierte und auch aktiv in zwei Bands am Abend am E-Bass mitspielte. Neuf erhielt sein musikalisches Rüstzeug bei den Partensteiner Musikanten, an deren Jugendarbeit auch der Erlös des Rockabends fließt. Als »Migrant« lebt er in Weingarten und unterrichtet in Ravensburg kaufmännische Berufe. Sein Herz schlägt aber weiter für seinen Heimatort Partenstein und das animierte ihn zur Veranstaltung.

    Verknüpft wurden zwei Bands auch durch den Gitarristen Udo Breitenbach (60), der ihn Partenstein wohnt und beruflich sein Atelier als Grafik-Designer und Künstler in Aschaffenburg hat. Rainer Neuf moderierte zudem den stimmigen Abend, bei dem sich im Laufe der Zeit auch immer mehr junge Besucher dazu gesellten humorvoll und gekonnt.

    Comeback nach 39 Jahren

    Pünktlich um 20 Uhr legte die Band Midnight Special los. Deren letzter Auftritt liegt 39 Jahre zurück und war bei der Kirb 1980. Dabei wurde erstmalig ein Kirbtanz in Partenstein aufgeführt. Den begleitete Willi Amend mit dem Schifferklavier. Der Hausmeister der Partensteiner Schule hängte sein Instrument danach an den »Nagel an der Wand« und ist wie das Gründungsmitglied der Midnight Special, Hubertus Hauk (Förster in Altenbuch) nicht mehr musikalisch aktiv.

    Übrig blieben von der Originalbesetzung Hans Krimm am Keyboard und Gesang, Udo Born am Schlagzeug, Udo Breitenbach an der Gitarre und Rainer Neuf am E-Bass. Ergänzt wurden sie mit dem ältesten Akteur des Abends, dem 71-jährigen pensionierten Lehrer Gerhard Zimansky aus Frammersbach und später am Schlagzeug mit Wolfgang Wanek.

    »Das war unsere Musik«

    Namensgeber der Band ist ein Song der 70er-Jahre-Kultband Creedence Clearwater Revival. Und wie könnte es anders sein, mit diesem Song ging es in die krachende Rocknacht. Schon beim ersten Takt ging die gute Stimmung auf der Bühne auf das zunächst ältere Publikum über. Es dauerte nicht lange und die ersten Paare tanzten. »Ganz wie früher«, schwärmte Gast Bodo Steigerwald. »Das war unsere Musik und die erinnert mich voll an meine Jugendzeit«, ergänzte Thomas Berger.

    Die Band ließ alte Klassiker aufleben und brachte das Publikum zum Beispiel mit »All right now« von Free zum Mitsingen. Selbstverständlich löste sie die geforderte Zugabe ein.

    Nahtlos ging die gute Stimmung auf Rainer Neufs Band Analog Natives über. Die überwiegend mit Lehrern bestückte Band vom Bodensee bot ein breites Spektrum an Genres der Musikjahrzehnte. Dabei drückt sie mit ihren eigenen Stempel die Lust am Musikmachen aus. »Hauptsache es rockt und unser Publikum hat Spaß dabei und kann ordentlich abtanzen«, so Neuf. Sie präsentierten Klassiker mit ihrer Sängerin Katja, wie »Locomotive Breath« von Jethro Tull, wie auch modernen Rock wie »Kids in America« von Kim Wilde bis hin zu deutschem Pop und Rock. Die Band war begeistert, wie auch ihr Publikum, und würde die Veranstaltung gerne im kommenden Jahr wiederholen.

    Mostrich Blues lässt's krachen

    Bindeglied zur dritten Band des Abends aus Partensteiner Sicht ist Udo Breitenbach. Der Gitarrist brachte die Mostrich Blues Band mit. Und die ließen es noch mal richtig krachen. Von stilvollen Bluesstücken bis rockig, die Band zog die Zuhörer in ihren Bann. Besonders die Stücke von den Doors hatten es musikalisch in sich und füllten die Tanzfläche. Zum Abschluss versammelten sich kurz vor Mitternacht alle Akteure auf der Bühne und schmetterten gemeinsam mit dem Publikum »Honky Tonk Woman« von den Rolling Stones und »All right now« von Free.

    Aus Sicht der Besucher und auch der Bands war es ein richtiger schöner Partyabend, den es in dieser Form in Partenstein so noch nicht gegeben hat. »Meine Erwartungen wurden voll übertroffen«, meinte Rainer Neuf zur Umsetzung seiner Initiative.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!