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    Patenschaftsantrag für neuen Marinetanker

    Bei der Überreichung des Partnerschaftsantrags des Landkreises Main-Spessart an Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (von links): Alexander Hoffmann, Annegret Kramp-Karrenbauer und Bernd Rützel. Foto: Michael Dominik

    Die Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann (CSU) und Bernd Rützel (SPD) haben heute in Berlin gemeinsam einen Antrag des Landkreises Main-Spessart an Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) überreicht, heißt es in einer Pressemitteilung. In dem Schriftstück wird der Wunsch und „das große Interesse“ formuliert, erneut die Patenschaft für ein Schiff der Marine übernehmen zu können – welches natürlich wieder „Spessart“ heißen soll.  

    Voraussichtlich im Jahr 2023, spätestens 2024 werden der Marinetanker „Spessart“ und das Schwesterschiff „Rhön“ außer Dienst gestellt und sollen durch zwei neue große Doppelhüllentanker ersetzt werden. Der Generalinspekteur der Bundeswehr hatte Ende Juli dieses Jahres sein Einverständnis für die Anschaffung der rund 170 Meter langen Flottentanker gegeben. Sie sollen nach Angaben der Marine in der Lage sein, 15 000 Kubikmeter Kraftstoff abzugeben. Außerdem schaffen die neuen Schiffe eine höhere Geschwindigkeit und können daher besser mit dem Tempo etwa von Fregatten mithalten. Über 20 Knoten schnell sollen die neuen Tanker werden im Vergleich zu den 16 Knoten von „Rhön“ und „Spessart“.  

    Bereits seit 1979 gibt es eine inoffizielle Patenschaft zwischen dem Marinetanker „Spessart“ und dem Landkreis Main-Spessart; seit 2007 ist es eine offizielle Patenschaft, die auch rege gepflegt wird. „Sie ist nicht nur durch die jährlichen gegenseitigen Besuche gewachsen“, schreiben Landrat Thomas Schiebel, Kapitän Rolf von Bebern, Kapitän im Ruhestand Wolfgang Schmid (Vorsitzender des Freundeskreises „Spessart“), Dr. Wolfgang Vorwerk (Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland a.D.) und Sybille Herrmann (Vorsitzende des Freundeskreises „Spessart“) in ihrem Antrag. Dem Landkreis sei es „ein großes Anliegen“, diese Patenschaft mit Unterstützung des Freundeskreises auch weiter zu gestalten und dazu beizutragen, „die Akzeptanz der Marine in der ‚nichtmaritimen‘ Bevölkerung auszubauen und mit Leben zu erfüllen“.

    Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer dankte Alexander Hoffmann und Bernd Rützel für die Überreichung des Patenschaftsantrages. Sie freue sich, dass die Bundeswehr allgemein und speziell auch die Marine in Unterfranken so viel Rückhalt durch die Bevölkerung und ihre Mandatsträger erfahre. Kramp-Karrenbauer sagte den Abgeordneten zu, den Antrag des Landkreises wohlwollend zu prüfen.  

    Die „Spessart“
    Die 130 Meter lange „Spessart“ wurde 1977 in Dienst gestellt. Das Schiff der Rhön-Klasse hat eine Ladekapazität von rund 11 500 Kubikmetern. Seit 2017 fiel das Schiff, ebenso wie das Schwesterschiff „Rhön“, bereits mehrfach wegen Maschinenschadens aus und musste die Beteiligung an einem Manöver vorzeitig abbrechen. „Spessart“ und „Rhön“ wurden daher im Juni 2018 außer Betrieb genommen und repariert. Auch Anfang 2019 musste die „Spessart“ während eines Nato-Manövers für mehrtägige Reparaturarbeiten nach Kiel zurückkehren, bevor sie sich dann wieder dem Verband anschließen konnte.

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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