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    Wiesenfeld

    Pauline Zimmermann feierte 95. Geburtstag

    Zum 95. Geburtstag von Pauline Zimmermann in Wiesenfeld überbrachte zweiter Bürgermeister Theo Dittmaier der Jubilarin mit einigen Flaaktalern die Glückwünsche der Stadt Karlstadt. Die Jubilarin steht an ihrer Pfaff Nähmaschine, mit der sie früher viele Kleidungsstücke für die große Familie genäht hat. Foto: Josef Riedmann

    Als eine der ältesten Einwohnerinnen von Wiesenfeld vollendete Pauline Zimmermann das 95. Lebensjahr. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen kann sie mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Kinder noch im eigenen Haus wohnen.

    Geboren wurde die Jubilarin am 15. Juli 1924 als Pauline Werthmann in Wiesenfeld. Mit weiteren sechs Geschwistern wuchs sie in der Landwirtschaft der Eltern auf. Da der Vater teilweise gelähmt war, hatte die Familie, während die Söhne im Krieg waren, Unterstützung durch polnische Arbeiter. Nach Kriegsende musste Pauline, da zwei Brüder im Krieg gefallen waren, mit aufs Feld. Unter Anweisung des Vaters musste sie mit der Hand säen oder mit der Sense mähen.

    Der Bauer Josef Zimmermann kam erst Anfang 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Bei der Feldarbeit sah er Pauline auf dem Nachbarfeld bei der schweren körperlichen Arbeit und sprach sie an. Wenige Tage später kam er zu Besuch in ihr Elternhaus und hielt um ihre Hand an. Der zehn Jahre ältere Josef Zimmermann brauchte eine tüchtige Bäuerin für seinen Hof in der Eckartshofer Straße 3. Am 17. Mai 1949 fand die Hochzeit statt und Pauline zog in den Bauernhof ihres Mannes. Paulines Bruder, Eugen Werthmann, übernahm die elterliche Landwirtschaft. Er war später von 1974 bis 1978 der letzte Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde Wiesenfeld.

    Dem Paar wurden sieben Kinder geschenkt: Paul, Walter, Ernst, Helga, Gertrud, Luise und Elisabeth. Gemeinsam betrieb das Ehepaar die Landwirtschaft. Pauline nähte auf ihrer elektrischen Pfaff-Nähmaschine sehr viel für die große Familie. Wegen der Kinder wurde 1964 auf den Grundmauern des alten ein neues Wohnhaus gebaut. Anfang der 1970er Jahre wurde die Landwirtschaft aufgegeben, der Vater arbeitete bei der Firma Winkler in Lohr und bei der Bundesbahn. Am 10. April 2006 starb der Ehemann Josef.

    Zehn Enkel und zwei Urenkel gratulierten zu dem außergewöhnlichen Geburtstag. 

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