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    ARNSTEIN

    Pfeil und Bogen: Mit ruhiger Hand und sicherem Auge

    Unterarm und Pfeil müssen als gerade Linie auf das Ziel gerichtet sein. Michaela-Rosa Oppel gibt dem Bogenneuling Ratsch... Foto: Günter Roth

    Zehn Kinder durften sich für einen Vormittag als wilde Jäger oder Nachfahren des legendären Robin Hood fühlen. Die Waffen- und Selbstverteidigungsfachfrau Michaela-Rosa Oppel von der Arnsteiner Firma CMO hatte im Rahmen des Arnsteiner Ferienprogramms zur Begegnung mit Pfeil und Bogen eingeladen.

    Der elfjährige Philipp nimmt die etwa zehn Meter entfernte Zielscheibe genau ins Visier. Die Füße müssen parallel im rechten Winkel zum Ziel stehen, der Unterarm und der Pfeil sollen in einer Linie auf das Ziel gerichtet sein. Michaela Oppel steht hinter ihm, korrigiert die Haltung, vor allem die der Finger an der Sehne. Denn man fasst niemals den Pfeil etwa mit Daumen und Zeigefinger selbst an, sondern man zieht an der Sehne: ein Finger über dem Pfeil, zwei Finger darunter, so die Lehrerin. Der erste Schuss verfehlt allerdings sein Ziel noch deutlich, doch bei den weiteren Versuchen klappt es immer besser.

    Bevor die Jungen und Mädchen an die Bögen dürfen, gibt es eine gründliche theoretische Einführung. Schließlich geht man hier mit Schusswaffen um, und Fehler könnten durchaus gefährlich werden. Oppel erklärt ihren jungen Gästen verschieden Arten von Bögen und von Pfeilen. Sie zeigt Jugendbögen, solche für den Sport, für Rechts- oder Linkshänder und auch einen der legendären englischen Langbögen, die im Mittelalter aufgrund ihrer Durchschlagskraft und Reichweite den Feinden das Grauen lehrten. Ein ebenso gefürchteter Verwandter ist die Armbrust. Diese dürfen die Besucher auch einmal bedienen.

    Michaela-Rosa Oppel sieht ihre Aufgabe nicht nur im sportlichen oder freizeitlichen Bereich. Die erfahrene toughe Frau ist seit über 30 Jahren im Outdoor-, Sport- und Waffenbereich tätig. Als ehemalige Soldatin, Reiseleiterin und Survivalbetreuerin ist sie nicht nur im fachgerechten Umgang mit Waffen ausgebildet, sie schult ihre Kunden auch in Selbstverteidigung und Kampfkunst gesamtgesundheitlich nach alten Kung-Fu- und Tai-Chi-Prinzipien. Den Unterricht im Bogenschießen betreibt sie auch therapeutisch. Ihre jungen Gäste beim Arnsteiner Ferienprogramm lernten in den drei Stunden nicht nur das für sie meist neue Sportgerät kennen, sie erfuhren auch, dass Bogen, Pfeil und Schütze sowohl von Konstitution, Können und Absicht zusammenpassen müssen. Und sie lernten, verantwortungsvoll mit dem anvertrauten Gerät umzugehen.

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