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    Dammbach

    Pflege alter Obstbäume durch Mistelschnitt

    Bei sonnigem Frühlingswetter kamen rund 20 Interessierte, um alles rund um das Thema Mistelschnitt zu erfahren. Foto: Ramona Brix

    Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen unserer Kulturlandschaft, heißt es in einer Pressemitteilung. Ihrem Erhalt kommt gerade im Hinblick auf die aktuelle Problematik des Insektensterbens eine besondere Bedeutung zu. Im Dammbachtal setzt sich der Naturpark Spessart zusammen mit den Naturschutzbehörden, der Gemeinde Dammbach sowie örtlichen Partnern schon seit 2009 im Rahmen eines Grünlandprojektes für den Erhalt und die Wiederherstellung extensiv genutzter Streuobstwiesen ein. Wie in vielen Spessartgemeinden hat die mangelnde Obstbaumpflege aber auch zu einer massiven Verbreitung der Mistel gesorgt. So luden die Gemeinde Dammbach und der Naturpark Spessart am diesjährigen Aktionstag zu einem kostenlosen Mistelschnittkurs ein. „Früher waren Misteln geschützt und das Entfernen verboten. Das trifft heute nicht mehr zu – nur zum Verkauf der Misteln bedarf es eine Genehmigung der Naturschutzbehörde“,  sagt Andreas Schätzlein. „Wir wollen die Leute mit dieser Aktion motivieren, raus auf ihre Flächen zu gehen und selbst wieder Misteln zu schneiden“. Misteln ernähren sich als sogenannter Halbschmarotzer zum Teil von ihrem Wirtsbaum und können ihn bei starkem Befall so stark schwächen, dass er abstirbt. Das Schneiden der Misteln ist somit wichtig, um Streuobstwiesen als Lebensraum auch für die nächste Generation zu erhalten.

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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