• aktualisiert:

    Obersinn

    Photovoltaik-Freiflächenanlage darf nicht gebaut werden

    Bürgermeisterin Lioba Zieres informierte in der Sitzung des Marktgemeinderates über die Absicht von zwei Mittelsinner Grundbesitzern, die auf zwei Grundstücken der Obersinner Gemarkung in der Flurabteilung "Großer und Kleiner Einstall" auf einer Fläche von acht Hektar die Installation einer Photovoltaik-Freiflächenanlage beabsichtigen. Die Bürgermeisterin erklärte, dass die betreibende Gesellschaft ihr die entsprechenden Unterlagen vorlegte. "Beide Grundstücke liegen in voller Größe im Landschaftsschutzgebiet Naturpark Spessart und da sind solche Solarparks nicht zulässig", unterstrich Zieres deutlich.

    Laut dem zuständigen Fachgebietsleiter Naturschutz im Landratsamt, Dieter Stockmann, sei eine mögliche Genehmigungsfähigkeit nur dann möglich, wenn die Flächen aus dem Naturpark herausgenommen würden. Die Gemeinde müsse dann Ausgleichsflächen in gleicher Größe bereit stellen, sagte Zieres. Da die Landschaftsschutzgebietslinie jedoch nahe an der Ortsgrenze verläuft, wäre die Entwicklung Obersinns eingeschränkt. Außerdem fallen durch die erforderliche Änderung der Naturparkgrenzen wie auch einer erneuten Änderung des Flächennutzungsplans erhebliche Kosten an, schloss Zieres.

    Kriterien: Seit zwölf Monaten leer, älter als 50 Jahre

    Ein weiterer Punkt zielte auf das kommunale Förderprogramm Obersinns. Der Markt gewährt für Investitionen zu Erhalt und Nutzung vorhandener Bausubstanz Zuschüsse, um leerstehende Gebäude zu sanieren und bewohnbar zu machen. Erst in der Oktobersitzung hat der Markt das Förderprogramm um weitere fünf Jahre verlängert. Maximal zehn Prozent der Sanierungskosten und maximal 5000 Euro werden gefördert. Kriterien für eine Förderung sind unter anderem, dass das Gebäude mindestens zwölf Monate leer steht und das Haus älter als 50 Jahre ist. In der Sitzung des Gremiums freute sich Lioba Zieres darüber, dass ein älteres leerstehendes Objekt im Altortbereich wieder genutzt werden soll. Holger Glassen hatte einen Antrag auf das kommunale Förderprogramm zur Herrichtung des Anwesens für Wohnzwecke in der Hauptstraße 15 gestellt. Das Wohnhaus erfüllt die Förderkriterien, stellte Zieres fest. Einmütig bewilligte das Gremium den Antrag.

    Für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 bestellte das Gremium Leo Breitenbach zum Gemeindewahlleiter und Rudolf Dill zu seinem Stellvertreter.

    Zieres will das "Durcheinander" ordnen

    Bürgermeisterin Zieres sind die vielen, unterschiedlichen Schilder in Form, Farbe und Schrift als Hinweis für Firmen, Anlagen und Gebäude im Ortsbereich ein Dorn im Auge. Sie möchte dieses "Durcheinander" durch ein einheitliches Leitsystem entlang der Hauptstraße ordnen. Hierbei könnten Sehenswürdigkeiten wie Kirche, Friedhof oder Feldkreuze aufgenommen werden und die Anlage soll in der Farbe "Allianzblau" gestaltet werden. Wenn ortsansässige Firmen mit einem Hinweisschild auf diese Leittafeln möchten, sei dies kostenpflichtig. Begleitend mit dem Projekt sollen auch die verblassten Straßenschilder erneuert werden. Dem Marktgemeinderat gefiel diese Initiative und erteilte der Bürgermeisterin den Auftrag, sich um Angebote zu kümmern. Die Umsetzung soll 2020 erfolgen.

    Aus Sicherheitsgründen bedarf der Sinnsteg einer dringenden Überholung, da einige Traghölzer durchgefault sind. Die Bürgermeisterin sagte, dass die auszutauschenden Hölzer bereits bestellt sind.

    Die Bürgerversammlung findet am Freitag, 15. November 2019, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle statt.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Anmelden