• aktualisiert:

    Gössenheim

    Pläne für den Kirchplatz vorgestellt

    Tief in das Gemeindesäckel greifen muss die Kommune, will sie den Kirchplatz in Sachsenheim wie vorgesehen neu gestalten. Auf rund 332 000 Euro belaufen sich die von Landschaftsarchitektin Kerstin Gruber veranschlagten Kosten. Die Pläne stellte sie jetzt dem Gemeinderat vor.

    Rund fünf Jahre haben sich Planer und Bewohner Sachsenheims Gedanken gemacht, wie das künftige Gesicht des Kirchplatzes aussehen soll. In einer Reihe von Arbeitskreissitzungen konnten die Sachsenheimer ihre Wünsche äußern und Vorschläge einbringen. Sie wurden im jetzt vorgelegten Bauentwurf verwirklicht.

    Dieser sieht vor, dass die Asphaltfläche aus dem Kirchplatz und der Brunnengasse ausgebaut und durch Betonpflastersteine ersetzt wird. Mit dem gleichen Pflaster, aber in geänderter Verlegeweise, werden Verkehrs- und Aufenthaltsflächen kenntlich gemacht. Neue Parkplätze mit zehn Stellflächen entstehen in einer Baulücke oberhalb der Wern. Das ehemalige Waaghäuschen soll zum Buswartehäuschen umgestaltet werden. Sowohl neben der Sakristei der Kirche, wie auch am ehemaligen Gerichtsgebäude bringen dann zu pflanzende kleinkronige Bäume Grün in die Gasse. Die vorgesehenen Rasenflächen und Beete sollen auf Vorschlag der Landschaftsarchitektin mit so genannten Radabweisern geschützt werden.

    Bürgermeister hofft auf hohe Förderung

    Um noch im kommenden Jahr mit der Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen beginnen zu können, will die Gemeinde die Bauunterlagen schnellstmöglich beim Amt für ländliche Entwicklung einreichen. Hier hoffte Bürgermeister Klaus Schäfer auf eine möglichst hohe Förderung als "Einzelmaßnahme zur Dorferneuerung".

    Als "zu teuer", empfand der Gemeinderat ein Angebot des Bayernwerks für die Umsetzung einer bestehenden Ortslampe sowie die Errichtung einer weiteren Lampe. 11 491,60 Euro sollte die Maßnahme kosten. Mit über 5000 Euro schlugen dabei die Kosten für die Erd- und Asphaltierarbeiten zu Buche. Da in absehbarer Zeit eine Verlegung der Stromleitungen ins Erdreich ansteht, will die Gemeinde warten und die geplanten Arbeiten in einem Zuge erledigen lassen. Für die Reparatur von acht Ortslampen in Gössenheim verlangt das Bayernwerk 16 745,79 Euro. Der Auftragsvergabe stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

    Flugfeld für Ultraleicht Trike und Paraglider Trike umwidmen?

    Skeptisch gegenüber dem Antrag von Patrick Hagedorn gab sich der Gemeinderat. Hagedorn hatte beantragt, das bereits seit dem Jahr 2014 nach Paragraph 25 des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) zugelassene Flugfeld für Ultraleicht Trike und Paraglider Trike umzuwidmen. Er möchte seinen Flugplatz künftig nach Paragraph 6 des LuftVG als Flugplatz deklarieren. "Es müssen keine größeren Maschinen befürchtet werden", machte er in der Anhörung zu seinem Antrag vor dem Gemeinderat deutlich. So sollen künftig weiterhin nur Fluggeräte mit einem begrenzten Abfluggewicht hier starten und landen dürfen.

    Diese Befürchtung hatten einige Ratsmitglieder. Vor allem, dass nach der Umwidmung weitergehende Verpflichtungen auf die Gemeinde zukommen könnten. Dahingehende verbindliche Aussagen erhofft sich die Gemeinde vom Luftfahrbundesamt. Entsprechende Auskünfte soll die Verwaltung bis zur nächsten Ratssitzung einholen, in der sich das Gremium erneut mit dem Antrag befassen will.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!